
Außerdem verfolgen die Forscher den Weg von Organismen, wie Algen, von der Wasseroberfläche zum Meeresgrund in mehreren tausend Metern Tiefe. Kleinstalgen sind die Basis für das Nahrungssystem im Nordpolarmeer. Die Biologen bestimmen Arten und Anzahl der Algen sowie der kleinen und großen Tiere. Die Reste der abgestorbenen Algen, die am Meeresboden landen, werden ebenso untersucht.
Aus diesen Ablagerungen lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie die Lebensbedingungen in der Erdgeschichte waren. Denn die sogenannten Sedimente und die darin enthaltenen Tier- und Pflanzenreste sind bis zu mehrere Millionen Jahre alt.
Um die Klimageschichte bessern nachvollziehen zu können, untersuchen zusätzlich Chemiker, Physiker und Ozeanographen die Umweltbedingungen des heutigen Ozeans. Sie ziehen Rückschlüsse, wie schnell organische Substanz umgewandelt und durch veränderte Strömungsbedingungen verlagert wird. „Der Norden des kanadischen Sektors der Arktis gehört wegen des dichten Packeises nach wie vor zu den am wenigsten erforschten Regionen der Erde“, berichtet Professorin Ursula Schauer, Ozeanographin und wissenschaftliche Leiterin der Exkursion
Der Eisbrecher nimmt nach den Untersuchungen am Nordpol und anschließend im Kanadischen Becken Kurs Richtung Sibirische See. Die „Polarstern“ wird am 7. Oktober in ihrem Heimathafen Bremerhaven zurückerwartet. (nz)

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