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Piraten geben einen Warnschuss ab

Bremerhaven. Mission eins ist erfüllt. Mit sechs Punkten am ersten Wochenende ist den Fischtown Pinguins der Start in die 2. Eishockey-Bundesliga vollauf geglückt. Nun folgt Mission zwei: Konstanz finden. Das wird gegen zwei schwer einzuschätzende Gegner aus Crimmitschau und Bietigheim (Sonntag, 16 Uhr, Eisarena) nicht leicht.

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In Crimmitschau haben die Pinguins am 11. September mit dem 3:6 eine ihrer beiden Testspiel-Niederlagen kassiert. „Da sind wir klassisch ausgekontert worden. Das war mehr als nur ein Warnschuss. Crimmitschau hat eine stärkere Mannschaft als vergangene Saison“, meint Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Ganze vier Spieler sind geblieben, der Rest ist neu – inklusive Trainer. Fabian Dahlem hat Steffen Ziesche abgelöst. Zum Saisonauftakt verloren die Eispiraten knapp gegen Rosenheim. Da wurde ihnen zum Verhängnis, dass sie nur drei Sturmreihen haben und ihnen am Ende die Energie fehlte.

Das könnten auch die Pinguins nutzen, denn sie werden wie gewohnt mit vier Reihen spielen. Wie in Hannover wird Probespieler Daniel Huhn im zweiten Block beginnen, wie Leidborg verriet. Marko Suvelo soll wieder das Tor hüten.

Nach der Auswärtsaufgabe kommen am Sonntag die Bietigheim Steelers in die Eisarena. Auch die haben ihren Kader renoviert und einige Leistungsträger ausgetauscht. Pinguins-Trainer Leidborg weiß nicht so recht, was seine Mannschaft erwartet, deshalb beschäftigt er sich weniger mit dem Gegner als mit seinen Spielern: „Gegen Riessersee haben wir es nach dem guten Start zu leicht genommen. Warum wir genau die Sachen, die uns stark machen, plötzlich nicht mehr machen und andere Dinge versuchen, ist mir rätselhaft.“ So blieb trotz des Traum-Auftakts mit sechs Punkten unter der Woche im Training viel zu tun.

Mit fünf Toren und sechs Vorlagen hat der Top-Sturm mit Chris Stanley, Marian Dejdar und Jan Kopecky am ersten Wochenende ein deutliches Signal gesetzt. Toll war auch die Ausbeute des vierten Angriffs mit Ales Kreuzer, Sam Verelst und Philipp Gunkel (zusammen 2 Tore, 2 Vorlagen). Wenn alle vier Reihen Torgefahr ausstrahlen, wird es unangenehm für den Gegner.

Nun müssen die Pinguins das nur noch über 60 Minuten umsetzen. Das war in Hannover nicht der Fall und gegen die Garmischer schon gar nicht. Immerhin hat Leidborg ein altbewährtes Rezept für solche Fälle: „In der Drittelpause ordentlich schimpfen, danach geht es wieder superduper.“ (lb)

Artikel vom 30.09.11 - 07:00 Uhr
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