
Besonders im zweiten Viertel, das der Erstligist mit 10:22 verlor, spielten die Eisbären wie von allen guten Geistern verlassen. Das war grottig und eines Bundesligisten nicht würdig, Vorbereitung hin, Vorbereitung her.
Mit 29 Punkten lagen die Schützlinge von Coach Doug Spradley im ersten Viertel voll im Soll. 26 Zähler darf ein Erstligist gegen einen Zweitligisten aber nicht kassieren, auch wenn die BasCats immer wieder die Krallen ausfuhren und nie einen Ball verloren gaben.
In den zweiten zehn Minuten wurde es noch schlimmer. Das war geradezu stümperhaft, wie leicht die Gastgeber, die in Kapitän Jackson Capel, Quinnel Brown (beide 21 Punkte), Evan Harris (12) und Dorian McDaniel ihre besten Werfer hatten, ihre Angriffe abschließen konnten. Die Gastgeber nahmen die Einladung an und nutzten die schwache Verteidigung der tapsigen Bären. Minutenlang ließ Spradley seine Akteure in der Kabine schmoren, ehe er ihnen gewaltig den Kopf wusch.
Und siehe da, als die Gäste gleich zu Beginn des dritten Viertels endlich einmal aggressiv verteidigten, zwangen sie die BasCats zu schlechten Würfen und konnten ihr gefürchtetes Fast-Break-Spiel einsetzen. Da wurde Schnellangriff für Schnellangriff gelaufen, und die saßen. Innerhalb von zwei Minuten waren die Bremerhavener auf 49:51 dran. Torrell Martin, mit 29 Punkten bester Eisbären-Schütze, legte sechs Punkte auf, Center Chris McNaughton und Terrell Everett jeweils zwei. Nach zwei verwandelten Freiwürfen – insgesamt war die Quote von der Linie mit gerade 59 Prozent ganz schwach – von Everett hieß es 61:61. In der letzten Sekunde des Viertels traf Jamison Brewer einen Dreier zum 65:66.
Bis zum 71:71, das Nationalspieler McNaughton mit einem Drei-Punkt-Spiel erzielte, blieben die Eisbären dran. Der Center hätte das Spiel zuvor allein entscheiden können, traf aber viermal aus kurzer Distanz nicht. Dann ging die Intensität in der Verteidigung wieder flöten, und die Cuxhavener erwiesen sich nicht nur als kämpferisch besser, sie waren in den letzten beiden Minuten auch cleverer als der Erstligist.
„Cuxhaven hat verdient gewonnen“, lautete das Fazit von Spradley. Sein Team habe den Zweitligisten wohl unterschätzt, „das kann man sich nicht erlauben. Die Jungs haben wohl gedacht, dass sie das Ding am Ende irgendwie schaukeln würden. Das war ein fataler Irrtum“, sagte der angefressene Eisbären-Coach. Verlieren wollte er bestimmt nicht, ausbaden müssen es jetzt die Spieler im Trainingslager in Spanien. „Die Badehose braucht niemand einzupacken“, so Spradley. Das hört sich nach einer harten Woche an.
Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.
Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell
Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.