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Nur im Mitteldrittel schwach

BREMERHAVEN. Erst solide und konzentriert, dann schlecht und am Ende wieder spitzenklasse: Die Fischtown Pinguins haben ihren Fans in der Zweiten Eishockey-Bundesliga eine Berg- und Talfahrt beschert. Am Ende hieß es vor 2014 -Zuschauern 6:4 (2:0, 1:4; 3:0) gegen die Crimmitschauer Eispiraten.

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Es ging auch rustikal zu Sache. Hier wird Mark Kosick (rechts) von einem Crimmitschauer Akteur an der Bande abgeräumt. Foto eer

Die Pinguins bleiben Tabellenzweiter, schafften ihren dritten Sieg in Serie und markierten in den vergangenen drei Partien insgesamt stolze 18 Tore. Und man darf nicht vergessen: Coach Gunnar Leidborg fehlten gestern aus Verletzungsgründen wieder fünf Stürmer.

Jawohl, das war äußerst ordentlich: Die Pinguins kamen gut ins Spiel und machten gegen Crimmitschau dort weiter, wo sie am Sonntag beim brillant herausgespielten 6:3-Sieg in Riessersee aufgehört hatten. Die Mannschaft präsentierte sich als kompakte Einheit. Das Team legte den Vorwärtsgang ein und erarbeitete sich Chancen. Die erste hatte Alexander Janzen auf dem Schläger, als er sich durch das Angriffsdrittel tankte, die Scheibe dann aber nicht im quasi leeren Tor unterbringen konnte.

Die Pinguins verkauften sich zu Beginn gut, auch wenn die Gäste aus Westsachsen den einen oder anderen gefährlichen Konter fuhren. In der Abwehr standen die Hausherren zunächst sicher.

Mit ihrer stärksten Waffe, dem Powerplay, kamen die Pinguins zu ihren ersten beiden Toren. Zuerst knallte Jan Kopecky den Puck in die Maschen (14.). Fünf Minuten später stand Kevin Saurette im Slot goldrichtig und drückte die Hartgummischeibe zum 2:0 über die Linie. Zwei Mal Überzahl, zwei Tore – das macht 100 Prozent, besser geht es nicht.

Bei den Pinguins feierte gestern Abend Siarhei Stas sein Debüt. Der 20 Jahre alte Flügelflitzer kam als Kontingent-Ausländer für den an der Leiste verletzten Chris Stanley zum Einsatz. Und der junge Weißrusse zündete den Turbo. Gleich bei seinem ersten Wechsel setzte er ein Pfund ab, Eispiraten-Goalie Sebastian Albrecht konnte nur mit Mühe abwehren (3.). Um Irritationen vorzubeugen: Bis gestern Mittag hieß Siarhei Stas „offiziell“ noch Sergei Stas. Die Pinguins haben nun die Schreibweise des Vornamens aus dem Weißrussischen übernommen.

Stas begann die Partie übrigens im dritten Sturm, er hatte den Posten von Ales Kreuzer übernommen. Der Neuzugang zeigte keine Anpassungsschwierigkeiten und krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 6:4 (51.).

Im zweiten Drittel war es dann mit der Pinguins-Herrlichkeit vorbei. Die Gastgeber kamen ins Schlingern, verloren ihren Kurs. Vor allem in der Rückwärtsbewegung hakte es. In der Abwehr standen die Bremerhavener viel zu offen. Die Leidborg-Schützlinge stürzten von einer Verlegenheit in die nächste. Innerhalb von neun Minuten kassierten sie vier Gegentore, das ist eine indiskutable Bilanz. So wurde aus einem 2:0 urplötzlich ein 3:4 (40.). Auch Torhüter Marko Suvelo wirkte in einigen Situationen alles andere als sicher. Einziger Lichtblick im zweiten Abschnitt: das zwischenzeitliche 3:2 der Pinguins durch Patrik Beck (27.), erzielt nach einer sehenswerten Kombination.

Mit Wut im Bauch gingen die Pinguins in den letzten Abschnitt. Sie waren endlich wieder konzentrierter, machten aber nicht den Fehler, blind anzurennen. Die Geduld zahlte sich aus: Innerhalb von zwei Minuten netzten wieder Kopecky und Saurette nach schönen Einzelleistungen ein (47. und 48.). Bremerhaven lag mit 5:4 vorne, und Stas legte noch nach. Mit dem 6:4 (51.) setzten die Pinguins ihren Gegner endgültig schachmatt. (ber)

Pinguins – Crimmitschau (2:0, 1:4, 3:0) 6:4

Pinguins: Tor: Suvelo, Staudt (nicht eingesetzt); Abwehr: Teljukin, Fatyka – Hucko, Slaton – Janke, Willaschek – Thomas, Petermann; Angriff: P. Beck, Kosick, Kopecky – Seregej. Janzen, A. Janzen, Saurette – Verelst, Gunkel, Stas – Kreuzer, Schlicht.

Tore: 1:0 (13:19) Jan Kopecky (Mark Kosick, Patrik Beck) bei 5/4; 2:0 (18:19) Kevin Saurette (Patrick Hucko, Steve Slaton) bei 5/4; 2:1 (21:58) Stéphane Goulet (Carlo Grünn) bei 5/4; 2:2 (24:35) Carlo Grünn (Stéphane Goulet); 3:2 (26:04) Patrik Beck (Jan Kopecky, Andrei Teljukin); 3:3 (30:20) Marco Schütz (Cameron Keith, Austin Wycisk); 3:4 (31:18) Travis Martell (Cameron Keith, Marco Schütz) bei 5/4; 4:4 (46:21) Jan Kopecky (Mark Kosick, Patrik Beck); 5:4 (47:25) Kevin Saurette (Alexander Janzen); 6:4(50:21) Siarhei Stas (Sam Verelst, Philipp Gunkel).

Strafzeiten: Pinguins: 8 Minuten – Crimmitschau: 10 Minuten

Schiedsrichter: Fischer (Hamburg) – Zuschauer: 2014

Artikel vom 21.12.11 - 12:00 Uhr
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