
Wenn man es positiv sehen will, sind das rund 400 mehr als der Durchschnitt in der Hauptrunde der vergangenen Saison. Aber die Erwartungen liegen um einiges höher. „Einen Schnitt von 2600“ hatte sich Manager Hans-Werner Busch in einem NZ-Interview vor der Saison erwünscht. Der ist weit weg, und dennoch macht sich der Pinguins-Geschäftsführer noch keine Sorgen: „Die Konkurrenz war groß, zum Beispiel durch Werder. Dann hat uns das Wetter einen Strich die Rechnung gemacht und die Parkplatz-Situation schreckt auch einige ab.“
Zumindest hier ist erste Abhilfe geschaffen. Hinter der Eisarena wurde ein provisorischer Schotter-Parkplatz eingerichtet, auf dem 200 Autos Platz haben. Die Zufahrt erfolgt über die Werftstraße. Dort weisen Baulampen den Weg.
Was das Fan-Interesse angeht, ist Busch Optimist: „Die beste Eishockey-Zeit im Jahr kommt ja erst noch.“ Busch hat immer betont, dass er zum Ende der Saison, wenn die entscheidenden Spiele und vor allem die Playoffs anstehen, mit deutlich mehr Besuchern rechnet.
Allerdings räumt er auch ein, dass er zumindest am Freitag mehr Zuschauer erwartet hatte (gegen Kaufbeuren waren es 2342) und dass sich die neue Anfangszeit am Sonntag (16 Uhr) noch etablieren muss. „Es ist unsere erste Saison in der neuen Halle. Da müssen wir noch Erfahrungen sammeln und am Ende werden wir Bilanz ziehen“, meint Busch.
Selbst wenn der erhoffte Schnitt nicht erreicht werden sollte, sei das kein großes Problem. „Eben weil wir die Zuschauerzahlen im ersten Jahr in der neuen Halle nicht so genau kalkulieren können, haben wir unseren Etat nicht auf Kante genäht.“
Von wirtschaftlichen Aspekten abgesehen haben die Zuschauerzahlen noch einen anderen Effekt: Für die Stimmung in der Halle sind halbleere Ränge nicht eben förderlich. „Die Hallenkonstruktion schluckt viel von den Fan-Gesängen“, sagt Busch. Aber auch hier gibt es erste Abhilfe. Der Sound aus dem Fanblock wurde erstmals im Kaufbeuren-Spiel so über die Lautsprecheranlage übertragen, dass er im ganzen Stadion besser zu hören war.
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