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Noch viel Luft nach oben


Bremerhaven. Trotz der neuen Halle und des guten Saisonstarts mit drei Heimsiegen – einen Zuschauer-Ansturm erleben die Fischtown Pinguins bisher noch nicht. Bei 2180 lag der Zuschauerschnitt in den ersten drei Heimspielen, im Schnitt war die Halle also immer etwa halb voll. Von Lars Brockbalz


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Vor allem auf der Seite, die dem Pinguins-Fanblock gegenüberliegt, blieben die allermeisten Plätze in den bisher drei Pinguins-Heimspielen leer . Für die Stimmung in der Eisarena ist das nicht förderlich. Foto eer

Wenn man es positiv sehen will, sind das rund 400 mehr als der Durchschnitt in der Hauptrunde der vergangenen Saison. Aber die Erwartungen liegen um einiges höher. „Einen Schnitt von 2600“ hatte sich Manager Hans-Werner Busch in einem NZ-Interview vor der Saison erwünscht. Der ist weit weg, und dennoch macht sich der Pinguins-Geschäftsführer noch keine Sorgen: „Die Konkurrenz war groß, zum Beispiel durch Werder. Dann hat uns das Wetter einen Strich die Rechnung gemacht und die Parkplatz-Situation schreckt auch einige ab.“

Zumindest hier ist erste Abhilfe geschaffen. Hinter der Eisarena wurde ein provisorischer Schotter-Parkplatz eingerichtet, auf dem 200 Autos Platz haben. Die Zufahrt erfolgt über die Werftstraße. Dort weisen Baulampen den Weg.

Was das Fan-Interesse angeht, ist Busch Optimist: „Die beste Eishockey-Zeit im Jahr kommt ja erst noch.“ Busch hat immer betont, dass er zum Ende der Saison, wenn die entscheidenden Spiele und vor allem die Playoffs anstehen, mit deutlich mehr Besuchern rechnet.

Allerdings räumt er auch ein, dass er zumindest am Freitag mehr Zuschauer erwartet hatte (gegen Kaufbeuren waren es 2342) und dass sich die neue Anfangszeit am Sonntag (16 Uhr) noch etablieren muss. „Es ist unsere erste Saison in der neuen Halle. Da müssen wir noch Erfahrungen sammeln und am Ende werden wir Bilanz ziehen“, meint Busch.

Selbst wenn der erhoffte Schnitt nicht erreicht werden sollte, sei das kein großes Problem. „Eben weil wir die Zuschauerzahlen im ersten Jahr in der neuen Halle nicht so genau kalkulieren können, haben wir unseren Etat nicht auf Kante genäht.“

Von wirtschaftlichen Aspekten abgesehen haben die Zuschauerzahlen noch einen anderen Effekt: Für die Stimmung in der Halle sind halbleere Ränge nicht eben förderlich. „Die Hallenkonstruktion schluckt viel von den Fan-Gesängen“, sagt Busch. Aber auch hier gibt es erste Abhilfe. Der Sound aus dem Fanblock wurde erstmals im Kaufbeuren-Spiel so über die Lautsprecheranlage übertragen, dass er im ganzen Stadion besser zu hören war.

Regenschirme sind künftig erlaubt

Der Regen hat beim letzten Heimspiel der Pinguins bei vielen Zuschauern für doppelten Ärger gesorgt. Nicht nur, dass der Weg ins Stadion ungemütlich war, dort angekommen, durften sie ihre Regenschirme nicht mit hineinnehmen. Der Sicherheitsdienst untersagte dies. Weil es in der Eisarena aber auch keine Garderobe gibt, um den Schirm abzugeben, sorgte das für Unmut. Nun ist Abhilfe geschaffen. Besucher dürften ihre Regenschirme künftig mit in die Halle nehmen, wie Teammanager Alfred Prey versicherte. Der Sicherheitsdienst habe entsprechende Anweisungen erhalten.

Artikel vom 13.10.11 - 07:00 Uhr
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