
„Das habe ich den Jungs genauso auch gesagt“, meint Eisbären-Coach Doug Spradley. Heute um 9.45 Uhr ist Abfahrt, abends wird noch einmal in Bayreuth trainiert. Mit Aufbauspieler Drew Neitzel und Power Forward Ekenechukwu Ibekwe (zu Beginn der Saison bei den Artland Dragons) haben sich die Bayreuther in diesem Jahr noch einmal verstärkt.
Durch die letzten Heimsiege gegen Ludwigsburg (90:79) und zuvor TBB Trier hat der Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal Mut geschöpft. Die Bayreuther sind plötzlich punktgleich mit dem Mitteldeutschen BC und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem letzten Eisbären-Gegner, den Giessen 46ers. Das dürfte neue Kräfte freigesetzt haben. „Sie werden um jeden Zentimeter kämpfen“, versucht Spradley seine Mannen auf große Gegenwehr des Gegners einzustellen.
Spradley will allerdings gar nicht so sehr auf den Gegner schauen. „Wir müssen unser Spiel durchsetzen“, fordert er von seinen Jungs. Die haben in dieser Woche gut und sehr konzentriert trainiert, wie es der Coach formuliert. „Ich habe versucht, ihnen noch einmal klar zu machen, dass wir nur dann Erfolg haben können, wenn wir uns als Mannschaft präsentieren, wenn wir füreinander spielen“, so der Trainer.
Am vergangenen Sonntag gegen Gießen hatte es in der ersten Halbzeit so ausgesehen, als täten sich einige Akteure im Moment sehr schwer, sich mit der ihnen vom Coach zugedachten Rolle zu identifizieren.
Einige Akteure saßen missmutig auf der Bank, andere diskutierten während der Partie mit dem Trainer. „Ich habe mit den Jungs gesprochen, ihnen meine Sichtweise erklärt. Sie haben sich für ihr Verhalten entschuldigt und damit ist die Sache erledigt“, meint der Eisbären-„Dompteur“.
Die Bremerhavener verteidigten gegen Gießen lange Zeit recht ordentlich, hielten die Intensität hoch. Das Manko lag gegen die Hessen im Angriff. Schwache Wurfquote, mitunter zu statisches Spiel – das waren die Schwachpunkte. In Bayreuth muss beides funktionieren, dann sollte es mit dem achten Auswärtssieg in dieser Saison klappen.
Wenn nicht, kann die Mannschaft die Playoff-Teilnahme wohl endgültig abhaken – und hätte ganz früh im Jahr Urlaub. (rie)
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