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Nationalcenter heuert bei Eisbären an


Bremerhaven. Mit Philipp Schwethelm haben die Eisbären Bremerhaven einen deutschen Basketball-Nationalspieler abgegeben, an Bayern München. Seit Dienstag haben sie dafür einen anderen in der kommenden Saison im Kader: Es ist Christopher McNaughton, der in der abgelaufenen Saison beim Nachbarn EWE Baskets Oldenburg gespielt hat. „Er war unser Wunschspieler. Wir freuen uns, dass Chris sich für uns entschieden hat“, sagt Eisbären-Manager Jan Rathjen. Von Oliver Riemann


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Er kann es so kraftvoll: Bei der WM 2010 in der Türkei ließ es Neu-Eisbär Chris McNaughton einige Male im gegnerischen Korb krachen. Foto dpa

Die Bremerhavener hätten den gebürtigen Nürnberger, der nach dem Leistungstest der deutschen Nationalmannschaft zurzeit mit Ehefrau Ashley Urlaub in den USA macht, gerne schon vor der vergangenen Saison geholt. Aber da entschied er sich für einen Wechsel von Göttingen an die Hunte. Doch nun hat es geklappt, den 2,11 Meter langen Center zu verpflichten.

Mehr Spielzeit

Die Oldenburger hatten im Juni 2010 gemeldet, den Nationalspieler für zwei Jahre verpflichtet zu haben. Umso überraschender war es, dass sich die EWE Baskets schon nach einem Jahr von dem 28-Jährigen trennten. Christopher George McNaughton, kurz Chris gerufen, spielte in Oldenburg knapp über zehn Minuten pro Partie. Seine Spielzeit dürfte sich künftig deutlich erhöhen. „Wir planen mit ihm als potenziellem Starter. Er wird bei uns mehr Spielzeit bekommen“, lässt Rathjen durchblicken.

Auch das dürfte für den Deutsch-Amerikaner, der so schön fränkisch spricht, gerade im Hinblick auf die Nationalmannschaft eine große Rolle gespielt haben. Denn auf Dauer werden dort jene Akteure zum Zug kommen, die in ihren Klubs viel Einsatzzeit erhalten. Da haben momentan Tibor Pleiß (Bamberg) und Yassin Idbihi (ALBA Berlin) die Nase vorn.

„Sofort, als feststand, dass Chris nicht in Oldenburg bleiben würde, haben wir Kontakt mit seinem Agenten aufgenommen und unseren Hut in den Ring geworfen“, sagt Rathjen. Die Eisbären erneuerten ihr Angebot von vor einem Jahr, dieses Mal klappte es. Der Spieler und Coach Doug Spradley führten ein intensives Gespräch. Auch mit seinem Nationalteam-Kollegen Philipp Schwethelm sprach der Ex-Göttinger über Bremerhaven.

Von dem erfuhr er nicht nur eine Menge über die Voraussetzungen im sportlichen Bereich, sondern nahm Tipps fürs Privatleben mit. „Chris hatte schon bei der Vertragsunterzeichnung ganz klare Vorstellungen, welche Wohnung er gerne beziehen würde“, sagt Rathjen schmunzelnd. Der Flur-Funk funktioniert also auch im Nationalteam.

Anfang August, wenn die offizielle Saisonvorbereitung der Eisbären beginnt, wird der Nationalcenter in die neuen vier Wände ziehen. Einen Nachfolger für den 2,11-Meter-Mann haben die Oldenburger seit Dienstag gefunden. Auch den kennen die Eisbären-Fans bestens. Es ist der Ex-Bremerhavener Adam Chubb.

Artikel vom 29.06.11 - 12:00 Uhr
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