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Nächste Etappe im Spiele-Marathon

Bremerhaven. Zünden die Fischtown Pinguins zum Abschluss des Jahres noch einen Kracher? Zwar ist mit den Bietigheim Steelers heute Abend (20 Uhr) der Tabellenletzte der Zweiten Eishockey-Bundesliga zu Gast in der Eisarena, aber bei den Pinguins ist zurzeit das Pulver ein wenig feucht. Zuletzt gab es drei Niederlagen.

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Steve Slaton ist angeschlagen, Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg geht trotzdem davon aus, dass der Verteidiger heute spielt. „Er beißt immer auf die Zähne.“ Foto eer

Ein Verletzter löste in den letzten Wochen den anderen auf der Krankenstation ab, manchmal war dort Gedränge. Auf Dauer kann das keine Mannschaft kompensieren, erst recht nicht bei dem dichten Spielplan. Seit dem 16. Dezember hatten die Pinguins sechs Spiele, bis zum 8. Januar kommen vier weitere hinzu.

„10 Spiele in 24 Tagen – das ist schon Wahnsinn“, sagt Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Zumal kaum mal eine Trainingseinheit zwischen den Spielen zur Verfügung steht, um Fehler abzustellen. Gestern blieb nach der Rückkehr aus Crimmitschau gerade mal eine Dreiviertelstunde am Abend für Korrekturen. Dabei gäbe es einigen Bedarf. „Bei der Niederlage in Crimmitschau hat mich vor allem geärgert, dass wir Dinge wiederholt falsch gemacht haben, die wir vorher extra angesprochen hatten“, sagte Leidborg.

Suvelo wieder im Tor

Die Verteidiger Vitalij Janke und Felix Thomas waren gestern Abend im Training wieder dabei und können spielen. Steve Slaton fehlte zwar, Leidborg geht dennoch davon aus, dass er heute dabei ist. „Steve ist seit Wochen angeschlagen und beißt trotzdem immer auf die Zähne“, sagt Leidborg, und schmunzelnd ergänzt er: „Ich habe ihn heute beim Einkaufen im Supermarkt getroffen. Da habe ich gesagt: Ich hätte Dich kaum erkannt ohne Eisbeutel auf den Knien – oder hast Du Dein Bein in der Kühltruhe gehabt?“

Im Tor wird heute wieder Marko Suvelo stehen. Nach den zwei schnellen Gegentoren für Sebastian Staudt in Garmisch und der frühen Auswechslung hat Leidborg das Wechselspiel der beiden Torhüter eingestellt. „Für uns ist es in der jetzigen Situation wichtig, einem Torhüter zu Stabilität zu verhelfen“, sagt Leidborg zur Begründung. Auch Suvelo war nicht frei von Fehlern, als erfahrener Torhüter verarbeitet der 36-Jährige diese aber viel schneller als der 23-jährige Staudt.

Die Bietigheim Steelers, die einst förmlich im Geld schwammen, finden sich nach einem deutlichen Sparkurs am Tabellenende wieder – und das, obwohl sie mit Brent Walton (21 Treffer) den besten Torjäger der Liga in ihrer Mannschaft haben. Der Kanadier spielt mit PJ Fenton (17 Treffer) und Rene Schoofs (5) zusammen im Angriff. Diese Reihe gilt es auszuschalten.

Training an Neujahr

In ihren Resultaten sind die Gäste extrem schwankend. Am Mittwoch gab es für Bietigheim eine 2:7-Heimniederlage gegen Rosenheim, zwei Tage zuvor aber einen 4:2-Sieg in Weißwasser.

Die Pinguins erwarten heute Abend viele Fans, denen sie einen versöhnlichen Jahresabschluss bieten wollen. Die Zuschauer sollten zeitig anreisen und möglichst mit dem Bus kommen. Weil die Basketballer der Eisbären fast zeitgleich in der Stadthalle spielen, droht ein Parkplatz-Engpass (siehe Bericht Seite 11).

Wenn es mit einem Pinguins-Sieg klappt, bleibt trotzdem nicht viel Zeit zum Feiern. Am Neujahrstag wird schon wieder trainiert, schließlich steht am 3. Januar bereits das nächste Spiel bei Spitzenreiter Landshut an. (lb)


Artikel vom 30.12.11 - 07:00 Uhr
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