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Messerstiche in Verbotszone

BREMEN. Eine Messerstecherei in der Nähe der Diskomeile beschäftigt die Bremer Polizei. In der Nacht zu Sonntag mussten zwei 19 und 21 Jahre alte Männer mit Verletzungen an Hals und Oberkörper in Krankenhäuser eingeliefert werden, nachdem Altersgenossen sie mit Messern attackiert hatten. Lebensgefahr bestand nicht, berichtete eine Polizeisprecherin.

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Seit Februar 2009 weisen gelbe Schilder auf die Waffenverbotszone in Bremen hin. Foto kuz

Tatort war die Hillmannstraße. Sie liegt in der zum Februar 2009 nach etlichen Gewalttaten an der Diskomeile eingeführten Waffenverbotszone, die im Mai – kurze Zeit vor der Bürgerschaftswahl – noch einmal ausgeweitet worden war. Waffen und gefährliche Gegenstände dürfen hier zwischen 20 Uhr am Abend und 8 Uhr am Morgen nicht getragen werden.

Als gefährliche Gegenstände gelten beispielsweise Messer und Schlagstöcke, Baseballschläger und Metallrohre, Rasierklingen und Handschuhe mit harten Füllungen sowie Äxte und Beile.

Zurück in die Hillmannstraße. „Die späteren Täter und Opfer waren gemeinsam mit einer Gruppe von etwa zehn Personen unterwegs“, sagte die Polizeisprecherin. Die Gruppe hatte sich am Hauptbahnhof getroffen und wollte einen Junggesellenabschied feiern. Schon zu Beginn habe es Streit zwischen vier jungen Männern im Alter von 18 bis 21 Jahren gegeben.

Ein 18- und ein 19-Jähriger verließen die Gruppe aus diesem Grund. Der Rest ging zu einer Diskothek, die an der Hillmannstraße liegt. Vor dem Lokal traf die Gruppe die beiden „Abtrünnigen“ wieder. Sofort hätten die beiden die späteren 19 und 21 Jahre alten Opfer angegriffen, hieß es.

Zunächst wurden die Opfer mit Fäusten attackiert. Nach einer kurzen Pause seien die Täter dann mit Messern zurückgekehrt, um ihre Gegner erneut anzugreifen – auch, als diese bereits am Boden lagen. Als ein Passant eingreifen wollte, wehrte der 19-jährige Angreifer den Zeugen „mit einem Messerstich in Richtung Oberkörper“ ab, sagte die Polizeisprecherin. Der Zeuge, 21, erlitt leichte Verletzungen am Arm.

Erst als die inzwischen alarmierte Polizei am Tatort eintraf, hörten die Angreifer auf. Sie wurden, so die Formulierung, „an der Flucht gehindert und an einem Polizeirevier vorgeführt“. Beide junge Männer sind, so die Sprecherin, bereits „mit Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten“.

Gleichwohl kamen sie wieder auf freien Fuß – „wegen fehlender Haftgründe“. Gegen den 18- und den 19-Jährigen wird nun wegen versuchten Totschlags ermittelt. (kuz)

Artikel vom 19.12.11 - 12:00 Uhr
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