
„Wir wollten diesen Sieg unbedingt. Dass ich Topscorer meines Teams war, ist für mich ehrlich gesagt nur zweitrangig. Als Kapitän muss und will ich die Jungs führen. Das ist mir in Quakenbrück dank der Hilfe meiner Mitspieler glücklicherweise gelungen“, übte sich Martin nach der Schlusssirene in Bescheidenheit. Innerlich jedoch dürfte sich der Bremerhavener Publikumsliebling über seine Leistungsexplosion im Artland riesig gefreut haben.
„Torrell hat in den ersten Saisonspielen unter Form gespielt. Umso schöner ist, dass er uns in Quakenbrück zum Sieg getragen hat. Entscheidend war, dass Torrell ruhig geblieben ist und nichts forciert hat. Er hat die offenen Würfe genommen und getroffen. So einfach ist das“, analysierte Eisbären-Trainer Doug Spradley, der gemeinsam mit Geschäftsführer Jan Rathjen ein Gespräch mit dem Kapitän geführt hatte. Der Eisbären-Dompteur attestierte seiner Mannschaft großen Kampfgeist und eine „tolle zweite Halbzeit“.
In der Pause dürfte es mächtig gescheppert haben in Eisbären-Kabine, denn die Gäste starteten wie verwandelt in die zweite Hälfte. Quakenbrück, in der ersten Halbzeit mit einer atemberaubenden Trefferquote aus dem Feld, zeigte überraschend Nerven und ließ einfache Punkte von der Freiwurflinie liegen. Das nutzten die immer stärker aufspielenden Bremerhaven eiskalt aus. Nach einem 17:6-Lauf, abgeschlossen durch zwei Dreier von Anthony Smith, führten die Eisbären urplötzlich mit 58:57. Von da an war das Nordderby an Spannung kaum mehr zu überbieten.
Zwei Freiwürfe des erneut überzeugenden Zachery Peacock und ein wunderschöner Korbleger von Terrell Everett, der zuvor die gesamte Verteidigung der Artland Dragons austanzte, brachten die Eisbären Mitte des Schlussviertels auf die Siegerstraße. 76:81 zeigte die Anzeigetafel in der nicht ausverkauften Artland-Arena an. Da waren noch 2:49 Minuten zu spielen. Den Sack zu machte schließlich erneut das Duo Everett und Peacock, der zur Freude der rund 150 mitgereisten Eisbären-Fans zum entscheidenden 80:86 traf.
„Gott sei Dank dauert eine Basketball-Spiel 40 und nicht 20 Minuten. Diesen Sieg haben sich die Jungs dank ihrer Leistungssteigerung nach der Pause wirklich verdient“, fiel Coach Spradley nach dem vierten Saisonsieg ein Stein vom Herzen. (ris)
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