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Langsam wird es kribbelig

Bremerhaven. Die Playoff-Uhr tickt für die Fischtown Pinguins. Ganze elf Spiele sind in der Hauptrunde der Zweiten Eishockey-Bundesliga noch zu spielen. Elf Spiele, in denen die Pinguins sich mit Macht dagegen stemmen müssen, noch in die Abstiegsrunde zu rutschen. Vor den Spielen heute in Kaufbeuren und am Sonntag (16 Uhr, Eisarena) gibt es aber mal wieder Verletzungssorgen.

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Es wird spannend im Kampf um die Playoffs, da müssen schon mal die Fingernägel leiden . Bei Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg genau wie bei den Fans. Foto eer

Noch nie in dieser Spielzeit haben die Pinguins in der Tabelle einen Platz unter dem magischen Strich belegt. Jenem Strich, der die acht Playoff-Ränge von den fünf Playdown-Plätzen trennt. Und so viel ist sicher: Auch bei zwei Niederlagen an diesem Wochenende können die Pinguins nicht auf Platz neun rutschen, da der ärgste Verfolger Ravensburg, der vier Punkte Rückstand hat, am Wochenende nur einmal spielt.

Das wäre, sollte es so kommen, aber nur ein ganz schwacher Trost. Denn eigentlich könnten die Pinguins Boden gutmachen. Kaufbeuren liegt nur zwei Punkte vor den Pinguins auf Platz fünf. Mit einem Sieg ziehen die Pinguins vorbei.

Während Kaufbeurens Trainer Ken Latta allerdings seinen vollen Kader zur Verfügung hat, muss Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg improvisieren. In der Verteidigung fällt Steve Slaton aus, im Angriff fehlt mit Jan Kopecky, Marian Dejdar und Mark Kosick eine komplette Reihe. Kevin Saurette ist angeschlagen, wird aber wohl spielen.

„In dieser Saison ist es wirklich Wahnsinn. Letzte Woche dachte ich noch, die Verletztenmisere ist endlich vorbei, da geht sie schon wieder los“, kommentierte Leidborg die Ausfälle.

Kopecky und Dejdar trainierten zwar mit der Mannschaft, für einen Einsatz reicht es aber noch nicht. Also werden die Pinguins nur drei komplette Sturmreihen haben.

In der Abwehr spielt Patrik Hucko anstelle von Slaton, das Tor soll Brett Jaeger hüten. Für Sergej Stas bleibt die Rolle des überzähligen Ausländers, es sei denn, Saurette muss auch noch passen.

„Die Jungs aus den hinteren Reihen wollen immer mehr Verantwortung – jetzt haben sie sie“, nimmt Leidborg seinen Restkader in die Pflicht. So werden die „Sputniks“ zum Beispiel im Powerplay auflaufen.

Am Sonntag kommt Tabellenführer Landshut in die Eisarena. Eine Mannschaft, die den Pinguins bisher überhaupt nicht lag. In vier Spielen in dieser Saison gab es vier Niederlagen, erst am Dienstag gab es im Pokal-Halbfinale bei den Cannibals eine 1:5-Abreibung, Anfang Januar in der Liga ein 0:6. Allerdings sahen die Pinguins im ersten Heimspiel gegen die Landshuter ganz gut aus. Damals verloren sie knapp mit 2:3, und Schiedsrichter Marcus Brill hatte gewaltigen Anteil an dieser Niederlage.

Der zumindest wird das Spiel am Sonntag nicht beeinflussen – es pfeift Reik van Gameren. (lb)


Artikel vom 10.02.12 - 10:00 Uhr
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