„Konsens war, dass sich die Akteure der maritimen Wirtschaft vorrangig selbst in der Pflicht sehen und privatwirtschaftliche Lösungen zu finden sind“, hieß es. Geprüft werden solle auch, „ob beim bestehenden Förderinstrumentarium Optimierungsbedarf besteht“. Als konstruktiv bezeichnete der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Beckmeyer (SPD) das Treffen.
Mit Hans-Joachim Otto (FDP), dem maritimen Koordinator der Bundesregierung, hätten Vertreter der Küstenländer, der Schifffahrtsbranche und Politiker einen Aufgabenkatalog erstellt. Darin gehe es unter anderem darum, den Schiffbau vorzuziehen, die Bürgschaftsinstrumente zu überprüfen und gemeinsam mit der Kfw-Bank Umrüstungsmaßnahmen für Schiffe voranzutreiben.
Vor dem Krisentreffen hatten die Küstenländer ein stärkeres Engagement der Bundesregierung gefordert. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) sagte, er erwarte Fortschritte bei der Lösung der Finanzierungsprobleme der „maritimen Wirtschaft“. Der Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering (SPD), forderte, das Thema müsse „Chefsache“ von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werden.
Die Schifffahrtsbranche in Deutschland leidet massiv unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wegen drastischer Einbrüche beim globalen Gütertransport und bestehender Überkapazitäten bei den Flotten waren die Fracht- und Charterpreise zuletzt drastisch eingebrochen, der Hafenumschlag ging zurück, und bei den Werften wurden viele Neubauaufträge storniert. (dpa, rn, AFP)
