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Junge Eisbären auf Korbjagd

BreMerhaven. Drei Tage volles Programm, die Halle in der Bogenstraße platzt aus allen Nähten: Beim Basketballcamp der Eisbären treffen sich 85 Kinder und Jugendliche aus ganz Norddeutschland. Dabei können die Kleinen schon dribbeln und werfen wie die ganz Großen.
Nur beim „Dunking“ müssen ihnen die Trainer noch unter die Arme greifen.


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Gar nicht mal so einfach: Die Kinder wurden im Trainingslager der Eisbären vor kniffelige Aufgaben gestellt. Der Nachwuchsspieler Dominique Johnson (links) vom NBBL-Team gibt gerne Ratschläge. Foto eer

Eisbären-Profi Jan Lipke ist ein Fixpunkt zwischen all den Spielern und umherschwirrenden Basketbällen in der Halle an der Bogenstraße. Der Eisbären-Profi ragt aus dem Geschehen, schaut den jungen Basketballern zu. Aus freien Stücken verbringt er sein Wochenende mit der Nachwuchsarbeit.

„Es macht Spaß, mit den Kinder zu arbeiten“, sagt der 1,93 Meter große Shooting Guard, der früher selber bei einem Camp entdeckt wurde. „Jeder soll hier seine Stärken entdecken, kleine Erfolgserlebnisse feiern können. Und ganz wichtig: Die Kinder sollen lernen, im Team zu spielen, füreinander zu spielen.“

An den vier Stationen „Eins gegen Eins“, „Passen und fangen“, „Ballhandling“ und „Werfen“ dreht sich alles um Basketball, an einer fünften Station stehen lockere Mannschaftsspiele wie „Mattenrutschen“ auf dem Programm. Neben Lipke sind elf weitere Trainer im Einsatz, darunter die Spieler des Eisbären-Nachwuchsteams und der Hamburger Dunking- und Sprungspezialist Charly Dankwa. „Ein Höhepunkt für die Kinder ist, wenn Charly über sechs Getränkekisten springt“, sagt Guido Dieckmann, der Vorsitzende der Basketballakademie Niedersachsen. Dieckmann organisiert zusammen mit Hamed Attarbashi, dem Eisbären-Jugendkoordinator, das Camp.

„Wir bieten alles auf. Die Kinder werden hier richtig verwöhnt“, sagt Attarbashi. Das kann man sagen: Die Teilnehmer bekommen ein Trikot und Eisbären-Headcoach Doug Spradley schaut vorbei. Dieckmanns Frau Anita versorgt die Basketballer mit frischem Obst. Zudem liefert jeden Tag ein italienisches Restaurant das Mittagessen. Energie-Nachschub für die Sechs- bis Achtzehnjährigen.

Wichtige Rückmeldungen

„Das ist einfach cool hier. Die Gruppen passen vom Können gut zusammen“, sagt der zwölfjährige Luca Krummenerl von Rot-Weiss Cuxhaven. „Es ist gut, mal Rückmeldung von anderen Trainern zu bekommen“, meint die BCB-Spielerin Klara Engert (14), „zum Beispiel, dass ich ganz, ganz tief in die Knie gehen soll.“

Erik Nyberg gilt als großes Talent, mit seinen schnellen Handwechseln kann er auch die Trainer ärgern. „Manchmal hat man eine kleine Chance gegen sie“, freut sich der 14-Jährige.

Wenn der Weg zum Profi für ihn und die anderen auch noch lang ist, das Eisbären-Camp gibt schon einmal einen Vorgeschmack darauf. „Diese Übungen hier macht auch das Profiteam, auch ein erfahrener Spieler trainiert so wie wir“, sagt Lipke. (jg)

Artikel vom 12.07.11 - 16:00 Uhr
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