
Dejdar bekam am Mittwochvormittag im Training einen Schlagschuss auf den Spann und konnte nicht mehr auftreten. Eine Untersuchung im Krankenhaus bestätigte den Verdacht: Der Fuß ist gebrochen. Dejdar wurde noch gestern im Krankenhaus Reinkenheide operiert. „Ich darf dann sechs Wochen den Fuß nicht belasten. Wann ich wieder spielen kann, wird sich zeigen“, sagte der völlig niedergeschlagene Stürmer gestern kurz vor seiner Operation.
Mit Dejdars Ausfall werden die Sorgen bei den Pinguins noch größer. „Marian ist absolut unverzichtbar, er ist nicht zu ersetzten. So ein Verletzungspech wie in diesem Jahr habe ich noch nicht erlebt, das geht mir langsam auf den Geist“, sagte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Auch Dejdar selbst dachte trotz des eigenen Pechs schon wieder an seine Mannschaft: „Was uns in dieser Saison passiert, ist schon ein bisschen blöd.“
Viktor Beck, Carsten Gosdeck, zuletzt Dimitri Litesov und nun auch noch Dejdar – die Liste der Ausfälle bei den Pinguins ist lang. So lang, dass das Saisonziel Playoff-Qualifikation in Gefahr geraten könnte. Vor allem, weil jeweils die Schlüsselspieler ihrer Sturmreihen ausfallen. Gosdeck sollte in der zweiten Reihe für die Tore sorgen. Jetzt fehlt er – und die zweite Reihe trifft kaum. Die „Sputnik“-Reihe wurde bisher fast alleine von Litesovs Laufstärke in Schwung gehalten – nun fehlt er mit einer Leistenverletzung. Und Dejdar fehlt dem Top-Sturm ja nicht allein wegen seiner Tore. Mit seinen Ideen und seinem Spielwitz war er für viele gute Szenen dieser Reihe der Initiator. „Drei Sturmreihen werden wir immer zusammenbekommen“, meint Leidborg, „aber es fehlt irgendwann natürlich die Qualität“.
Die Sorgen sind auch bei Pinguins-Teammanager Alfred Prey aus jedem Wort rauszuhören: „Ich habe keine Ahnung, wie wir diese Ausfälle kompensieren sollen“, meint er. In einer Nachverpflichtung sieht er nicht die schnelle Lösung. „Einer wie Dejdar, ein Deutscher mit seinen Qualitäten, ist schlichtweg nicht auf dem Markt.“
Der Teammanager hofft vielmehr, dass ein Ruck durch den Rest der Mannschaft geht. „Ich erwarte, dass wir enger zusammenrücken; dass die anderen ihr Herz in die Hand nehmen und über sich hinauswachsen. Jetzt sind Männer gefragt“, sagt Prey.
Auch Trainer Leidborg erwartet nun, dass andere Spieler aus dem Schatten treten. „Jetzt können die, die immer murren, zeigen, wie gut sie sind.“ Erste Gelegenheit ist am Freitag (20 Uhr) im Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen.
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