
Zwei Teile – eigentlich sind es schon drei – liegen fest auf dem Tisch, bilden sozusagen die Ecken. Torrell Martin und Jamison Brewer stehen fest, die Verpflichtung Tony Cantys ist nur noch Formsache.
So weit, so gut. Die vierte Ecke sollte Nationalspieler Philipp Schwethelm sein. Einmal, weil er ein guter Spieler ist, zweitens, weil er einen deutschen Pass hat. Mit ihm und Canty hätten die Eisbären schon zwei Deutsche gehabt, es hätten – würden die Eisbären pro Spiel immer elf Akteure auf dem Spielbericht eintragen – nur noch zwei Deutsche gefehlt. Aber Schwethelm zieht es zu einem anderen Bundesligisten, mit dem er um die Meisterschaft und international spielen kann. Er will den nächsten Schritt machen, sucht eine neue Herausforderung. Und in Bamberg, München, Quakenbrück oder Oldenburg ist auch mehr zu verdienen als in Bremerhaven – viel mehr.
Tom Spöhler, Zweitliga-Spieler aus Osnabrück, war eine weitere deutsche Option. Aber der 2,06-Meter-Mann hat sich für einen anderen BBL-Klub entschieden. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf Nationalmannschafts-Center Chris McNaughton. „Wir haben ihm ein konkretes Angebot gemacht, aber das haben andere Klubs auch“, bestätigt Rathjen das Interesse am gebürtigen Franken. Heißt im Klartext: McNaughton lotet noch aus.
Sagt der 2,11-Meter-Riese den Eisbären ab, kommt Plan B auf den Tisch. „Dann müssen wir zunächst einmal unsere deutschen Positionen neu durchdenken“, wie es der Manager formuliert. Was ist mit Ex-Kapitän Jan Lipke? Mit dem dienstältesten Eisbären-Spieler habe es in dieser Woche ein sehr konstruktives Gespräch gegeben. „Aber er möchte viel Spielzeit haben, das können wir Jan nicht garantieren“, so Rathjen. Also sondiere der 27-Jährige ebenfalls den Markt.
Im Fall von Terrell Everett könnte „Ende nächster Woche“ eine Entscheidung fallen. Der Amerikaner habe das finale Angebot auf dem Tisch, „jetzt muss er entscheiden, ob er zurückkommen möchte“, meint der Geschäftsführer. Vom Team der vergangenen Saison wären da noch Craig Callahan und Andrew Drevo. Beide sind zunächst aber kein Thema – aus Kostengründen.
Verdichtet haben sich die Anzeichen, dass die Eisbären gerne den Braunschweiger Jason Cain verpflichten würden. Der 2,09 Meter große Power Forward ist ein sehr athletischer Spieler, kann aus der Distanz werfen und verteidigt solide. In der vergangenen Saison erzielte er im Schnitt 10 Punkte pro Partie, holte 4,1 Rebounds uns gab noch knapp zwei Assists. Rathjen: „Ja, wir reden mit Jason und seinem Agenten über ein Engagement. Aber auch da ist noch nichts spruchreif.“
Die vierte Ecke des Puzzles steht noch immer nicht fest. (rie)
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