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„Ich bin harte Attacken gewöhnt“

Bremerhaven. Kurz vor Ende der Wechselfrist haben die Fischtown Pinguins mit Brett Jaeger noch einen Torhüter verpflichtet. Im Gespräch mit Lars Brockbalz spricht der Kanadier über seine ersten Tage in Bremerhaven und über seine Ziele.

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„Wichtig ist immer nur der nächste Schuss“, sagt Brett Jaeger . Der Kanadier heizt den Konkurrenzkampf bei den Pinguins an. Fotos eer

Sie haben die ersten Trainingseinheiten bei den Pinguins hinter sich. Wie ist Ihr Eindruck?

Die Jungs machen einen netten Eindruck, sie haben mich und meine Frau herzlich aufgenommen. Was das Eishockey angeht: In der Mannschaft steckt viel Tempo und Talent.

Wie kam es zu Ihrem Wechsel?

Mein Team in Dänemark wollte mich gerne transferieren, die Pinguins hatten Interesse – so schnell geht das manchmal im Eishockey. Aber es ist gut für mich. Für mich ist das ein Schritt nach oben auf der Leiter.

Was wissen Sie über die Liga?

Nicht viel, ich habe noch nie ein Spiel gesehen. Aber von einigen Spielern, die in Deutschland spielen, habe ich gehört, dass es eine sehr gute Liga ist. Es wird sehr körperlich gespielt und sicherlich ein wenig schneller und härter als in Dänemark. Dort wird viel Wert auf Passspiel gelegt.

Meinen Sie, Sie kommen mit dem härteren Spiel klar?

Ich bin aus Kanada harte Attacken gewöhnt. Da wird der Puck aufs Tor geschossen und dann wird sofort der Torwart bedrängt.

Die Pinguins haben schon zwei Torhüter. Die waren bestimmt nicht begeistert, dass noch ein dritter gekommen ist. Ist das ein Problem für Sie?

Die Situation ist nun mal so. Ich werde fleißig trainieren und mich anbieten. Ich hoffe, ich kann dem Team helfen, wenn ich spiele.

Wussten Sie, dass Ihr Trainer Gunnar Leidborg früher schwedischer Nationaltorhüter war?

Das hat er mir erzählt. Ich finde das gut, weil er die Torleute natürlich besonders gut versteht und sie vermutlich besonders trainieren kann.

Bevor Sie nach Dänemark gingen, spielten sie in England. Das ist nicht gerade eine große Liga. Wie war es, dort zu spielen?

Für mich war es gut, um mich an die größeren Spielflächen in Europa zu gewöhnen. Ich habe vorher ja nur in Übersee gespielt. In England durften elf Ausländer spielen, die kamen meist aus den USA oder Kanada. Es war also schon eine gute Liga, wenn auch nicht so gut wie in Dänemark oder Deutschland. Auffällig ist, dass jede Mannschaft ihren „tough guy“ hatte – es gab viele Schlägereien.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, schon am Sonntag gegen Hannover zu spielen?

Ich weiß nicht, was der Trainer plant. Ich konzentriere mich auf die Traingseinheiten und generell immer nur auf das, was als Nächstes kommt: Den nächsten Schuss, das nächste Drittel, das nächste Spiel. Alles andere werden wir sehen. Wenn der Trainer sagt, ich soll spielen, spiele ich.

Dejdar bald wieder fit

Der Spezialschuh ist ab und der Fuß hält: Marian Dejdar ist auf dem Weg zurück aufs Eis einen großen Schritt vorangekommen. Der Stürmer hatte sich am 14. Dezember im Training den Fuß gebrochen. Ursprünglich waren die Pinguins davon ausgegangen, dass er erst Ende Februar wieder spielen kann. Jetzt könnte es ganz schnell gehen. Nächste Woche soll Dejdar wieder trainieren. Ob er schon am 3. Februar gegen Crimmitschau spielen kann, wird man erst nach den Trainingseinheiten sagen können. In jedem Fall dürfte die Rückkehr des Klassestürmers die Mitspieler beflügeln – auch, weil die Konkurrenz um einen Platz im Team damit zusätzlich verschärft wird.

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Zwei Torhüter in ihrem Element: Neu-Pinguin Brett Jaeger (links) begrüßt es, dass sein Trainer Gunnar Leidborg einst selbst im Tor stand.
Artikel vom 27.01.12 - 12:00 Uhr
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