Die K+S AG stellt an drei Standorten in Osthessen und Westthüringen Kunstdünger her. Dabei werden Abfälle produziert, die zu 85 Prozent aus Kochsalz bestehen. Das Unternehmen leitet das Salz unter anderem in die Werra ein.
Um Werra und Weser zu entlasten und zu einer ökologisch wie ökonomisch verträglichen Abwasserentsorgung zu kommen, gründeten die Landesregierungen von Hessen und Thüringen gemeinsam mit dem Unternehmen einen „Runden Tisch“. Daran grübelten Wissenschaftler, Vertreter der Bundesländer und von Verbänden über die beste Lösung.
Heraus kam als zentraler Gedanke die „standortferne Entsorgung“, also die Einleitung der Salzlauge in die Nordsee oder Weser. Die Landesregierungen Hessens (CDU/FDP) und Thüringens (CDU/SPD) sind da ganz auf einer Linie mit den Umweltverbänden.
Der BUND schränkt lediglich ein, dass eine Pipeline nur in Frage komme, wenn „andere Verfahren nicht ausreichen“ und die Einleitung in die Nordsee keine „wesentlichen ökologischen Schäden hervorruft“.
Die Allianz am hessisch-thüringischen „Runden Tisch“ bringt Niedersachsens CDU-Partei- und Fraktionschef David McAllister auf den Plan: „Wir wollen keine zusätzliche Belastung des Küstenmeers und des Weltnaturerbes Wattenmeer.“
Immerhin hat der Niedersachse McAllister das hessische Unternehmen auf seiner Seite. K+S-Vorstandsmitglied Gerd Grimmig lehnt die Pipeline ab. Er will in den nächsten sechs Jahren bis zu 360 Millionen Euro investieren, um die Abwassermenge zu halbieren und die Chloridbelastung der Werra um 30 Prozent zu senken.
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