
Die Vertragsverlängerung mit dem Publikumsliebling ist ein gutes Zeichen für die Eisbären, aber auch für die vielen Fans, die der 26-jährige Publikumsliebling mittlerweile in Bremerhaven hat.
Martin, der nicht nur ein Klasse-Basketballer, sondern auch die Identifikationsfigur für die Anhänger ist, stand ganz oben auf der Prioritäten-Liste von Manager Jan Rathjen und Trainer Doug Spradley. Der Amerikaner, der seine zweite Saison hier gespielt hat, musste nicht lange überlegen, als das Angebot des Klubs auf dem Tisch lag.
Da wurde nicht viel ums Geld gefeilscht. Es seien, so Rathjen, sehr offene Gespräche gewesen mit Martin und dessen Agenten. „Torrell hat nicht auf ein paar tausend Dollar geschielt, die er woanders vielleicht hätte mehr verdienen können. Er wollte unbedingt bleiben, weil er sich hier wohlfühlt“, sagt der Manager.
Das deckt sich mit den Aussagen des 26-Jährigen, für den die Saison durch den Bruch des linken Handwurzelknochens viel zu früh beendet war. „Das Management und der Trainer leisten hier supergute Arbeit. Sie haben mir ein sehr gutes Paket geschnürt. Deswegen waren wir uns relativ schnell handelseinig“, sagt der Mann mit der Trikotnummer 12.
Martin und Bremerhaven – das passt wie der berühmte Deckel auf dem Pott. Er liebe den Deich („dort bin ich auch, wenn es mal regnet“) und vor allem die „vielen, netten Leute hier“. Umziehen wird er in den nächsten Wochen, mehr in die Stadtmitte, mit Blick auf Deich und Weser. Und ein Auto will er sich kaufen. Beides könnte er auch vom Verein bekommen, aber er hat seinen eigenen Geschmack und gibt eigenes Geld aus. „Ich bin jetzt hier zu Hause und kein Besucher mehr“, sagt er mit Blick auf die kommenden zwei Jahre, die er mindestens noch hier spielen wird.
Davon ist jedenfalls auszugehen. Es sei denn, nach der kommenden Saison kommt ein Klub, der Martin so viel Geld zahlt, dass er nicht „nein“ sagen kann. „Dann kann er für eine festgelegte Summe wechseln“, so Rathjen. Oder, wenn es nicht gelingt, den Klub in wirtschaftlich stabilem Fahrwasser zu halten. Auch dann würde die Option aufs zweite Jahr nicht gezogen werden. Beide Seiten gehen aber davon aus, dass Martin zwei Jahre bleibt.
Einen finanziellen Kraftakt haben die Bremerhavener übrigens nicht stemmen müssen. „Das ist alles im Rahmen“, sagt der Manager. Wenngleich er betont, dass einige Sponsoren für die Verpflichtung des Publikumslieblings noch etwas oben draufgelegt haben. „Das ist aber auch ganz klar an die Person Torrell Martin gebunden“, betont der Manager, der sich über die Unterstützung der Sponsoren freut.
Neben Identifikation und Entertainment pur steht der Amerikaner für den sportlichen Erfolg. „Die Verletzung hat ihn leider gestoppt. Er war dabei, seine bislang beste Saison zu spielen“, sagt Trainer Doug Spradley.
15,4 Punkte hat er pro Partie geholt, 7,1 Rebounds, 2,9 Assists und 1,7 Steals kamen hinzu. Damit war er der vielleicht beste Allrounder in der BBL bis Mitte Februar, als ihn die Verletzung stoppte. „Es ist toll, Spieler wie Torrell im Team zu haben. Er hat immer Spaß, versprüht viel Energie und puscht die Team-Kollegen“, so Spradley.
Mit 26 Jahren sei Martin jetzt in einem Alter, in dem man als Basketballer in seine besten Jahre komme. „Schön, dass er das bei uns zeigen wird“, sagt der Trainer, der hofft, dass die Verpflichtung des „Leaders“ Martin auch für andere Akteure ein Zeichen sein kann. „Er ist bei den Kollegen nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch sehr beliebt.“
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