
Gelegenheit, es besser zu machen, haben die Eisbären am kommenden Sonntag beim nächsten Test gegen den holländischen Meister ZZ Leiden (16 Uhr, Stadthalle). Bis dahin sollen auch die geplanten Neuverpflichtungen unter Dach und Fach sein.
„Ich bin zufrieden mit der Leistung“, sagte Eisbären-Trainer Doug Spradley. „Wir hatten einige gute Phasen und haben vor allem im Angriff gezeigt, dass genügend Potenzial da ist. Verantwortlich für die Niederlage sind letztlich die 23 Ballverluste und die Tatsache, dass wir im Schlussviertel kaum noch den Korb attackiert, sondern nur noch von außen geworfen haben. Am Ende hat auch die Müdigkeit eine Rolle gespielt“, so Spradley.
Der Eisbären-Coach begann mit Jamison Brewer, Torrell Martin, Terrell Everett, Jason Cain und Chris McNaughton. Das Spiel verlief zunächst ausgeglichen. Während sich bei den Eisbären Brewer und Martin hervortaten, glänzten bei den Hausherren die pfeilschnellen Anthony Hilliard und Bryan Bailey. Der zweite erfolgreiche Dreipunktewurf von Torrell Martin verschaffte der Spradley-Truppe Mitte des Auftaktviertels eine 17:15-Führung. Die Dragons antworteten jedoch mit einem 8:0-Lauf zum 28:23 für Quakenbrück.
Schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es viele Punkte geben würde. Den besseren Start ins zweite Viertel hatten die Quakenbrücker, die ihre Führung dank Bryan Bailey behaupten konnten. Weil die Eisbären in der Verteidigung mehrere Ballgewinne verzeichneten, war die Partie nach 15 Minuten wieder ausgeglichen. Nach einem 9:2-Lauf lagen die Eisbären 35:34 vorn. Beeindruckend in den ersten 20 Minuten war die Freiwurfquote der Bremerhavener. 22 von 23 Versuchen fanden den Weg in die Reuse.
Die Gastgeber agierten jetzt deutlich aggressiver in der Verteidigung und erhöhten die Intensität. Besonders mit ihrer Neuverpflichtung Guido Grünheid hatten die Eisbären ihre Probleme.
Der ehemalige Nationalspieler tat den Gästen mit Topscorer Bryan Bailey (24 Punkte) richtig weh. Eine kurze Bremerhavener Schwächephase wurde von den Dragons bestraft. Zwölf Zähler in Folge zum 62:53 markierten die Hausherren. Aber auch dieser Zwischenspurt war eine Momentaufnahme, denn die Eisbären zeigten Herz und konterten ebenfalls mit einem 12:0-Run.
Beide Mannschaften lieferten sich ein rassiges und kurzweiliges Spiel. Auch im Schlussabschnitt ging es hin und her. Höhepunkt auf beiden Seiten war ein Dreierfestival mit sieben Distanztreffern in Folge.
Das bessere Ende hatten schließlich die Gastgeber für sich, die in der entscheidenden Phase nicht nur einen Tick cleverer, sondern auch treffsicherer agierten als der Gegner. (nz)
Artland Dragons Quakenbrück: Bailey 24, Hilliard 16, Grünheid 15, Strasser 13, Fenn 11
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