
20 Minuten lang war es ein vorsichtiges Abtasten, dann ging die Post vor 1400 Zuschauern richtig ab. Mit sehenswerten Toren, schönen Spielzügen und adrenalingeladenen Boxeinlagen. Eishockey-Herz, was willst du mehr. Rückkehrer Alex Janzen schoss das erste Tor für die Pinguins, die beiden anderen gingen auf das Konto von Neuzugang Carsten Gosdeck.
Die Pinguins begannen verhalten, die Anfangsminuten gehörten dem SV Ritten. Die Südtiroler legten das höhere Tempo vor, sowohl auf dem Schlittschuh als auch im Passspiel. Der Führungstreffer in der 7. Minute war daher verdient, auch wenn Kevin Baker niemals so allein vor dem Tor hätte stehen dürfen. So konnte er aus kurzer Distanz einnetzen. Die Pinguins waren erst nach ihrem ersten Überzahl-Spiel so richtig im Spiel. Da lief der Puck, es gab drei gute Chancen – und das gab Selbstvertrauen.
Im zweiten Drittel nahm das Spiel dann richtig Fahrt auf. In wenigen Sekunden Fünf gegen Drei gleich zu Drittelbeginn hatten die Pinguins bereits drei Chancen. Was dann folgte, war eine Viertelstunde Power-Hockey mit einer langen Reihe guter Chancen. Meist machte sie der herausragende Torhüter der Südtiroler, Frederic Cloutier, zunichte. Als Gosdeck ihn „auswackeln“ wollte, war er hellwach (26.), kurz darauf machte er eine „Hundertprozentige“ von Marius Garten zunichte. Brad Self traf die Latte, Chris Stanley legte zweimal haarscharf daneben, Marian Dejdar scheiterte wiederum am Keeper.
In der 36. Minute dann endlich das 1:1. Selten war ein Tor so verdient – und dazu war es auch noch schön. Gosdeck eroberte im Rittener Drittel die Scheibe, legte auf Thomas Brandl, der mit toller Übersicht zu Alexander Janzen weiterschob. Endlich einmal war die Schussbahn frei, und der Puck fand den Weg hinter Cloutiers Rücken ins Tor.
Nach vier Minuten im Schlussdrittel zeigte Gosdeck, was er draufhat. Er kurvte durch das Drittel der Gäste, täuschte einen Schlagschuss an und schlenzte zum 2:1 in den Winkel. Nun überschlugen sich die Ereignisse: Als die Pinguins viel zu weit aufgerückt waren, spielten Dan Tudin und Chris Higgins Doppelpass und Tudin traf nur wenige Sekunden nach der Pinguins-Führung zum 2:2 in den Winkel.
Doch wiederum nur wenig Sekunden dauerte es, bis Gosdeck zum zweiten Mal zuschlug. Diesmal hatte Brad Self ihm den Puck super aufgelegt.
Nicht nur hier behielten die Pinguins die Oberhand – sie verteidigten den 3:2-Vorsprung tapfer und verdienten sich den Finaleinzug.
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