
Wer zuerst vier Spiele gewonnen hat, hat den Klassenerhalt sicher. Für den Verlierer geht es in Runde zwei der Playdowns (siehe Grafik).
Die Pinguins müssen nach dem Verpassen des Saisonziels Pre-Playoffs schnell den Hebel auf Abstiegskampf umlegen. „Noch im Januar hätte ich nicht gedacht, dass es so kommt. Aber nun ist es so. Da muss jeder mit sich selbst hart ins Gericht gehen, warum das so ist, und seine Sache besser machen“, sagt Pinguins-Kapitän Jonas Lanier.
Mit den meisten Punkten aus der Hauptrunde, den meisten geschossenen Toren und den wenigsten Gegentoren gehen die Pinguine als Favorit in die Abstiegsrunde. Zwar haben die Bremerhavener nur zwei der letzten 15 Spiele gewonnen, beim Gegner aus Freiburg sieht es da mit vier aus 15 aber kaum besser aus.
Sehr auffällig bei den Pinguins ist, dass sie in 14 der letzten 15 Spiele stets im 1. Drittel mit 0:1 in Rückstand gerieten und dann das Blatt nicht mehr wenden konnten – außer einmal gegen Hannover. Gingen sie dagegen selbst in Führung wie gegen Freiburg, reichte es zum Sieg. „Bei uns kamen zuletzt viele Kleinigkeiten zusammen. Wir haben vorne zu wenig getroffen und hinten dumme Fehler gemacht“, sagt Lanier.
Sein Trainer Gunnar Leidborg meint, dass zuletzt vor allem „das Quäntchen Selbstvertrauen gefehlt hat“. Mit dem Blick zurück will er sich aber nicht beschäftigen: „In den Playdowns zählt nur, Spiel für Spiel zu gewinnen. Wie, ist egal.“ Am besten mit vielen Schüssen, haben die Gäste-Torhüter Ronny Glaser (im Schnitt 4,1 Gegentore) und Christoph Mathis (4,8) doch die schlechteste Bilanzen aller Zweitliga-Stammtorhüter. Die Pinguins spielen heute wieder mit Edgars Lusins im Tor. Als siebter Ausländer pausiert Juhamatti Yli-Junnila. Michael Schwarzkugler, der seinen Trainer am Sonntag überzeugt hat, erhält eine weitere Chance in der vierten Reihe mit Marcel Ohmann und Thomas Brandl. In die Top-Reihe mit Chris Stanley und Marian Dejdar kehrt Alex Parent zurück. Von ihnen wird viel abhängen.
Und natürlich davon, ob die Pinguins die Angst vor dem Abstieg in den Griff bekommen. Vor zwei Jahren haben sie es geschafft und die Lausitzer Füchse im siebten Spiel besiegt. Das ist ein gutes Omen. Und auch Kapitän Lanier verbreitet Zuversicht: „Natürlich ist das ein besonderer Druck im Abstiegskampf. Aber damit müssen wir umgehen. Wir sind gut genug, den Klassenerhalt zu schaffen. Das haben wir in der Saison oft genug gezeigt.“ (lb)
Saisonstart in der Zweiten Liga ist am 17. September.
Die Zahl der Ausländerplätze wird auf fünf reduziert.
Künftig dürfen wieder 22 Spieler auf dem Spielbericht stehen.
Eine Woche vor Saisonstart beginnt der DEB-Pokal mit 32 Mannschaften aber ohne DEL-Clubs.
Die Drittelpausen werden wieder auf 15 Minuten verkürzt.
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