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Gesucht: Ein Haus für Generationen

Geestemünde. Was in Lehe bereits erfolgreich mit Leben erfüllt wird, soll auch in Geestemünde umgesetzt werden: ein Mehrgenerationenhaus als neue Wohnform. Anna Kadolph und ihre Mitstreiter stellten das Projekt in der Stadtteilkonferenz vor. Die Gruppe ist auf der Suche nach einem geeigneten Haus im Stadtteil.

„Wir sind ein Kreis von mindestens neun Parteien“, so Anna Kadolph, „und haben uns über einen Kurs der Volkshochschule kennengelernt.“ Die Gruppe, die sich regelmäßig trifft, sucht ein leerstehendes Haus für neun bis zwölf Mietparteien. „Wir stehen mit den Wohnungsbaugesellschaften in Kontakt“, erklärte Kadolph. Kauf und Sanierung sollen über die Gesellschaft erfolgen. Jeder Projektteilnehmer werde dann seine Wohnung mieten, so die Planung.

Ziel dieser Wohnform sei es auch, denkmalgeschützte Häuser zu erhalten, so ein Projektteilnehmer. Wer ein geeignetes Objekt für ein Mehrgenerationenhaus in Geestemünde kennt, kann sich an Anna Kadolph, 4 43 01, wenden.

Claudius Kaminiarz (Grüne) informierte die Konferenzteilnehmer über den aktuellen Stand in Sachen Bürgerbeteiligung. „Wir werden auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Verfassung und Geschäftsordnung im April Vorschläge zur Änderung der Stadtverfassung und des Ortsgesetzes machen“, erklärte Kaminiarz. „Es war ein zähes Verfahren, und das Ergebnis ist der kleinste gemeinsame Nenner“, so der Grünen-Stadtverordnete.

Neu aufgenommen werden soll zum Beispiel das Recht auf Anhörung in der Stadtverordnetenversammlung. „Für die Anhörung von Sachverständigen reicht die einfache Mehrheit der Versammlung, die Anhörung betroffener Einwohner muss mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden“, erläuterte Kaminiarz.

Die Beteiligung der Stadtteilkonferenzen soll in der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung eingefügt werden. „Wenn es Vorlagen gibt, die nur den Stadtteil betreffen, sind die Konferenzen zu informieren, bevor etwas entschieden wird“, so Kaminiarz. Hans-Joachim Weiß vom Seniorenbeirat forderte neben einer Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auch die Berücksichtigung der Senioren.

Innerhalb der Stadtteilkonferenz sollen Arbeitsgruppen gebildet werden. Rudolf Meyer möchte sich mit dem Thema „Lernen im sozialen Umfeld“ auseinandersetzen. Am Freitag, 26. März, trifft sich um 16 Uhr im Ernst-Barlach-Haus ein Gesprächskreis. Raimer Höhne möchte unter dem Motto „Wir lesen die Tageszeitung“ mit Interessierten einen politischen Dialog führen.

Konferenzsprecherin Susanne Jainz will über eine Interessengemeinschaft WiN-Fördermittel für die Grünbrache beantragen. „Bis zum 6. April können Anträge gestellt werden“, so WiN-Koordinatorin Barbara Giehler. „Die nächste Vergaberunde ist dann am 17. August.“ (fee)

Artikel vom 21.03.10 - 09:00 Uhr
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