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Fünf ganz bittere Minuten am Ende

Bayreuth. 35 Minuten lang hatten die Eisbären Bremerhaven am Dienstagabend beim Gastspiel in Bayreuth alles im Griff – und standen nach 40 Minuten dennoch mit leeren Händen da. Die 86:90 (46:36)-Niederlage gehört zu der bitteren Sorte. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt, aber in den Schlussminuten haben die Bayreuther einige wichtige Dreier getroffen, die uns um den verdienten Lohn gebracht haben“, fasst Eisbären-Cheftrainer Doug Spradley die Partie zusammen.

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Anthony Smith ist zum Korbleger hochgestiegen, Osvaldo Jeanty (rechts) kann den Eisbären bei diesem erfolgreichen Wurf nicht mehr stoppen. Aber am Ende hatte Bayreuth die Nase vorn. Foto Kolb

Zwei Akteure drücken dem Spiel in den letzten fünf Minuten den Stempel auf: die Bayreuther Tyler Smith und Beckham Wyrick. Smith gab fünf Pässe zu Korberfolgen, Wyrick traf zwei Dreier in Folge mitten ins Herz der Eisbären. Nach einem Airball (der Ball berührte nicht den Ring) von Hunter griff sich Wyrick den Rebound ab, dribbelte zur Seite raus, drehte sich und traf einen Dreier. Die 3880 Zuschauer in der Oberfrankenhalle waren aus dem Häuschen, Bayreuth führte plötzlich mit 83:81.

Da war noch etwas über eine Minute zu spielen. Spradley nahm eine Auszeit, „und wir haben einen tollen Angriff gespielt“, so der Coach. Doch der war nicht von Erfolg gekrönt, weil ausgerechnet Chris McNaughton, der bis dahin sieben von sieben Würfen aus dem Feld verwandelt hatte, nicht traf. Im folgenden Angriff war wieder Wyrick zur Stelle und netzte einen weiteren Dreier zum 86:81 ein. Das war es aus Sicht der Eisbären.

Spradley war mit der Leistung seines Teams in den ersten 35 Minuten sehr zufrieden. „Wir haben das Spiel dominiert, in der entscheidenden Phase dann aber einige dicke Fehler produziert. Das hat Bayreuth mit der Unterstützung der Fans ausgenutzt“, so ein enttäuschter Trainer.

Zur Pause lagen die Eisbären mit zehn Punkten vorn. Das Team hatte eine hohe Feldwurfquote von weit über 50 Prozent und in McNaughton (14 Punkte) sowie Jason Cain (11 Punkte) die spielbestimmenden Akteure auf den großen Positionen. Die lange Garde der Gastgeber, Brian Hunter und Ekenechukwu Ibekwe, hatte früh mit Foulproblemen zu kämpfen, das spielte dem Gast in die Karten. Auch die Dreierquote der Bayreuther war eher bescheiden. Im dritten Viertel traf Zac Peacock zum 61:47, das war der größte Vorsprung der Eisbären.

Ein Polster von elf Punkten nahmen die Gäste mit in den Schlussdurchgang. Nach einem 7:2-Lauf (darunter ein Dreier von Neuzugang Alex Gordon) führten sie 7:38 Minuten vor dem Ende mit 74:61. Doch dann verwandelte Scharfschütze Osvaldo Jeanty zwei Dreier in Serie, Bayreuth witterte Morgenluft (74:69).

Vorne fielen die Würfe der Bremerhavener nicht mehr, mit jedem Korberfolg wurden die Bayreuther stärker und tankten Selbstbewusstsein. Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann die Gastgeber das erste Mal in Führung gehen würden. Das war dann mit Wyricks frechem Dreier zum 83:81 der Fall.

„Es war wie bei unserem Sieg gegen Bayern München in Bremen. Da haben wir auch 37 Minuten zurückgelegen und noch gewonnen. Heute hat es leider uns erwischt“, sagte Spradley. (rie)

Artikel vom 28.12.11 - 12:00 Uhr
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