
„In den ersten 30 Minuten war das mehr Alibi als alles andere. Wir hatten kein Tempo und waren nicht am Mann“, schimpfte Gäste-Trainer Bernie Kaminski. „Bei uns war es umgekehrt“, lautete Gunnar Leidborgs Analyse.
Seine Mannschaft hatte alles im Griff, bis ein Abwehr-Fehler den Gästen nach 34 Minuten das 1:4 ermöglichte. „Man beginnt plötzlich zu denken: hier dürfen wir nicht verlieren und dann wird man passiv und gibt dem Gegner Energie“, sagte der Pinguins-Trainer. Immerhin nahm es ein gutes Ende, und die Pinguins bleiben damit auf Platz zwei.
Erst bei einer 4/3-Überzahl – Schiedsrichter Markus Krawinkel hatte sich reichlich großzügig mit den Strafen gezeigt – prüfte Robin Just erstmals Pinguins-Torhüter Suvelo. Kurz darauf traf Markus Gleich den Pfosten. Aber die Pinguins gingen weiter auf Jagd. Bei einem Konter in Unterzahl rettete der Pfosten nach einem Schuss von Alexander Janzen, kurz vor Drittelende hatte Marian Dejdar doppeltes Pech nach einer brillanten Aktion.
Schiedsrichter Krawinkel half den Pinguins mit zwei geschenkten Überzahl-Situationen, die Führung auf 4:0 auszubauen. Auch wenn die Umstände schmeichelhaft waren, die Tore waren schön. Beim 3:0 (29.) passte Andrei Teljukin auf Marian Dejdar, der zweimal wackelte und dann unter die Latte schoss. Beim 4:0 war „Abfälscher-König“ Chris Stanley zur Stelle und hielt seinen Schläger in einen Schuss von Fatyka.
Die Indians hätten längst in den ewigen Jagdgründen sein können, doch die Pinguins zeigten sich großzügig und hauchten ihnen neues Leben ein. Teljukin passte lieber quer, statt die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu dreschen. Sie kam zu Sven Gerbig, der auf 1:4 verkürzte (34.). Zwei Minuten vor Drittelende hatten die Gäste noch eine Überzahl-Situation, die Peter Baumgartner mit einem Kullertor zum 2:4 nutzte, und plötzlich waren die Indianer wieder da.
Im Schlussdrittel bestimmten sie die Richtung, ohne allerdings fürchterlich angsteinflößend zu werden. Dazu arbeiteten sie vor dem Tor zu wenig und schafften es auch nicht, mal eine Strafzeit rauszuholen, um in Überzahl heranzukommen. So brachte einer der wenigen Entlastungsangriffe über Dejdar, der auf Teljukin zurücklegte, das 5:2 (54.). Nur eine Minute später staubte Chamberlain zum 3:5 ab, doch die Indians mussten ohne Punkte zurück in ihr Reservat reisen.
Fischtown Pinguins – Hannover 5:3 (2:0, 2:0, 1:3)
Pinguins: Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Fatyka, Teljukin – Hucko, Slaton – Janke, Willaschek; Angriff: Dejdar, Stanley, Kopecky – Thomas, Kosick, Saurette – S. Janzen, A. Janzen, Litesov – Kreuzer, Gunkel, Verelst.
Tore: 1:0 (2:34) Fatyka (Teljukin, Kopecky) bei 5/4; 2:0 (5:32) A. Janzen (Litesov, Janke); 3:0 (28:27) Dejdar (Teljukin, Kopecky) bei 5/4; 4:0 (31:08) Stanley (Fatyka, Teljukin); 4:1 (33:57) Chamberlain (Gerbig, Jelitto); 4:2 (37:21) Baumgartner (McDonough, Just); 5:2 (53:21) Teljukin (Dejdar, Kopecky); 5:3 (54:23) Chamberlain (Gerbig, Garten)
Strafzeiten: Pinguins: 12 Minuten – Indians 16 Min. + 10 Chamberlain
Schiedsrichter: Markus Krawinkel (Moers) – Zuschauer: 3308
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