
Die Langzeitausfälle von Carsten Gosdeck und Viktor Beck haben die Pinguins zum Handeln gezwungen. Es fehlte zuletzt an Masse, das war mehrfach zu sehen. Denn immer, wenn zusätzliche Spieler ausfielen, war das von Trainer Gunnar Leidborg bevorzugte Spiel mit vier Angriffsreihen kaum noch möglich.
Patrik Beck ist vor der Saison vom tschechischen Zweitligisten HC Vrchlabi (Hohenelbe) nach Peiting gewechselt. Zuvor war er zwölf Spielzeiten in seiner Heimat aktiv, meist bei Zweit- und Drittligisten. In Peiting überzeugte er bei seinen 16 Einsätzen mit 13 Toren und 5 Vorlagen.
Pinguins-Trainer Leidborg ist froh, mit dem erfahrenen Stürmer nun eine Alternative mehr zu haben. Er warnt allerdings vor Euphorie: „Man darf keine Wunder erwarten. Trotz der vielen Treffer in der Oberliga denke ich nicht, dass Tore schießen seine größte Stärke ist. Ich erwarte vor allem, dass er uns Energie gibt durch harte Arbeit.“
Pinguins-Teammanager Alfred Prey hatte Beck schon länger auf dem Zettel, wie er sagt. „Er wollte gerne in die Bundesliga und zum Glück hat ihm Peiting diese Chance nicht verbaut. “
Dass der Wechsel nun vollzogen ist, spricht dafür, dass der Tscheche mit deutschen Vorfahren bald einen deutschen Pass bekommt. Die Ausländerstellen sind bei den Pinguins nämlich besetzt. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen immer betont, dass sie keinen überzähligen Ausländer verpflichten wollen, weil sonst stets einer auf die Tribüne muss. Prey wollte sich zu diesen Thema nicht äußern. Da Beck aber laut Pressemitteilung schon am Freitag im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse auflaufen soll, dürfte in dieser Frage alles geklärt sein.
Leidborg hat kein Problem, den neuen Mann nach nur einer Woche im Training zu bringen: „Am besten ist es, ihn gleich ins kalte Wasser zu werfen. Er ist erfahren und hat ja in Peiting die ganze Saison trainiert und gespielt. Er wird also fit sein.“
Die Fans dürfen sich also am Freitag auf ein neues Gesicht freuen. Teammanager Prey charakterisiert den Neuzugang als fleißigen Arbeiter mit guten läuferischen Fähigkeiten und Stärken im Back-Checking. Das Wort Torjäger fiel nicht. „Beck ist sicherlich kein 1:1-Ersatz für Gosdeck“, sagt Prey. Eine Ansicht, die Pinguins-Trainer Leidborg teilt: „Es wäre unfair zu erwarten, dass er Gosdeck gleichwertig ersetzen kann. Ein Stürmer, der 20 Tore schießt, ist nicht so leicht zu finden.“
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