
Für die jährliche Show-Veranstaltung der Liga, die zum ersten Mal (ebenfalls in Ludwigsburg) 1987 stattfand und mit einem sagenhaften 179:151-Sieg der Süd-Auswahl gegen den Norden endete, verkürzt der längste Eisbären-Spieler die Pause aber gern um zwei Tage. „Es ist eine Ehre, im Allstar-Spiel dabei zu sein“, sagt der 29-Jährige, für den es der erste Auftritt bei diesem Show-Spektakel (20 Uhr, live bei Sport1) ist. Für die von den deutschen Basketball-Fans gewählte Startformation reichte es nicht, aber Coach Henrik Rödl holte McNaughton in seine nationale Auswahl, die auf die besten internationalen Akteure des deutschen Oberhauses treffen wird.
Der Eisbär freut sich auf das muntere Spielchen. „Klar, irgendwie möchte man auch gewinnen. Aber viel wichtiger ist doch, dass wir den Fans eine tolle Show bieten und viel Spaß haben“, sagt der gebürtige Franke, der gestern einen kurzen Abstecher zu seinen Eltern nach Nürnberg machte, um dann abends nach Ludwigsburg „rüberzufahren“.
Die paar Tage Pause hat der Center gemeinsam mit Ehefrau Ashley genutzt, um einen Abstecher nach Paris zu machen. „Ein bisschen Kultur, gutes Essen und viel gesehen.“ So fasst Chris McNaughton seinen ersten Besuch in der französischen Metropole zusammen. Die Pause habe gutgetan, denn es war seit Beginn der Saisonvorbereitung Anfang August die erste etwas längere Unterbrechung. „Nichts gegen die Jungs, aber es war einfach mal schön, ein paar Tage etwas anderes zu sehen“, sagt er – und lacht dabei.
Aber nun freut er sich, dass es wieder losgeht mit dem orangen Ball. Und er freut sich auf das Wiedersehen mit den deutschen „Kumpels“. Mit etlichen von ihnen, darunter auch Ex-Eisbär Philipp Schwethelm, hat er sich im Sommer im Vorbereitungscamp für die Europameisterschaft in der brütenden Hitze Spaniens abgerackert, um dann letztlich doch nicht für die EM in Litauen nominiert zu werden. „Aber das gehört halt dazu“, wie er es formuliert.
In Ludwigsburg trifft er eine ganze Reihe Nationalspieler wieder. Neben Schwethelm noch Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Per Günther, Tibor Pleiß oder Philipp Zwiener. „Wir werden sicher viel Spaß haben, nicht nur während des Spiels. Es ist schön, mal wieder mit den Jungs zusammenzuspielen“, sagt der Nationalcenter, der bisher im Eisbären-Dress eine sehr gute Saison gespielt hat.
Was noch fehle, sei die Konstanz. „Mal spielen wir ganz stark, dann haben wir wieder Durchhänger und verlieren Heimspiele wie gegen Tübingen oder Hagen“, meint der 29-Jährige, der nach dem Abgang von Jamison Brewer der Älteste im Eisbären-Team ist.
Warum fehlt die Konstanz? Darauf weiß er keine Antwort. „Wenn wir das wüssten, hätten wir es bestimmt längst abgestellt“, sagt McNaughton.
Philipp Schwethelm (FC Bayern), Johannes Lischka (Ludwigsburg), Chris McNaughton (Eisbären Bremerhaven), Maik Zirbes (TBB Trier).
Trainer: Henrik Rödl (Trier).
Auswahl „International“, Startformation: DaShaun Wood, Derrick Allen (beide Alba Berlin), Rickey Paulding, Bobby Brown (beide Oldenburg), Je’Kel Foster (FC Bayern).
Die Bank: David Holston (Artland Dragons), Isaiah Swann, John Bryant (beide Ulm), Anthony Leon Tucker, Marcus Slaughter (beide Bamberg), Chevon Troutman (FC Bayern), Tony Gaffney (Bonn).
Trainer: Chris Fleming (Bamberg).
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