
Eine Garantie biete das neue Stufen-Schöpfwerk an der Aue nicht, doch die Hoffnung auf eine dauerhafte Entspannung der Lage ist groß. In den vergangenen Jahren drohte immer wieder, der 20 Kilometer lange Fluss umzukippen. Der Grund: Sauerstoffmangel. Eine geringe Fließgeschwindigkeit und nährstoffreiches Wasser sind die Hauptfaktoren.
Mit dem Stufen-Schöpfwerk soll nun endlich Abhilfe geschaffen werden. Sowohl die Lebewesen im Wasser als auch die Anwohner, die das stinkende Gewässer auch ertragen mussten, profitieren von dem Schöpfwerk.
Die Wasserqualität ist jedoch nicht der einzige Grund für den Bau des Werkes gewesen. Schon vor über 20 Jahren wurde das erste Mal über die Errichtung eines Stufen-Schöpfwerkes in der Aue nachgedacht. Die landwirtschaftliche Nutzung der tief liegenden, von Hochwasser besonders bedrohten Flächen im Raum Oppeln, Bovenmoor und Bülkau sollte verbessert werden.
Da das niedersächsische Umweltministerium die Maßnahme in das Hochwasserschutzprogramm 2008/2009 aufnahm, wurde das Schöpfwerk zu 70 Prozent vom Land Niedersachsen gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 900 000 Euro, so dass rund 270 000 Euro selbst vom Wasser- und Bodenverband und deren Mitgliedern im Einzugsgebiet aufgebracht werden müssen.
„Gut investiertes Geld“, sagt der Chef der niedersächsischen CDU, David McAllister. Zusammen mit Christian Eggers vom Wasser- und Bodenverband Neuhaus-Bülkau und Johann Tiedemann vom Unterhaltungsverband Untere Oste startete McAllister den ersten Probelauf der neuen Anlage. (jun)
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