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Eisbären wollen aus dem „Käfig“

Bremerhaven (rie). Zwei Wochen haben die Eisbären Bremerhaven jetzt trainiert. Es ist Zeit für das erste Testspiel, die Eisbären wollen aus dem Käfig. Heute (17 Uhr) tritt der Basketball-Bundesligist zum ersten Freundschaftsvergleich an. In Scheeßel treffen die Mannen von Coach Doug Spradley auf den Nachbarn Cuxhaven BasCats. Die BG Rotenburg/Scheeßel hat die beiden Teams anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens eingeladen.

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Für Jan Lipke (links) ist die Partie heute in Scheeßel ein „Heimspiel“. Der neue Spielmacher der Eisbären, Louis Campbell, will heute erstmals die Geschicke im Aufbau lenken. Foto: eer

Für Spradley und seinen Assistenten Stephan Völkel kommt diese Partie genau zum richtigen Zeitpunkt. „Es ist wichtig, dass wir früh gegen eine gute Mannschaft spielen können. Die Jungs müssen mal was anderes erleben als den manchmal doch etwas eintönigen Trainings-Alltag“, sagt Spradley. Er freut sich vor allem darüber, dass die Bremerhavener gleich zum Auftakt einen guten Gegner haben. „Cuxhaven hat immer sehr ambitionierte Mannschaften. Das wird ein schöner Vergleich“, sagt der neue Eisbären-„Dompteur“.

Das Ergebnis ist für ihn zweitrangig, „obwohl man natürlich immer gewinnen möchte“. Für den 42-Jährigen steht im Vordergrund, dass sich die Mannschaft langsam einspielt, die im Training einstudierten Angriffs- und Verteidigungssysteme unter Wettbewerbsbedingungen testen kann. Training sei die eine Sache, „aber die Jungs wollen natürlich lieber spielen. Das ist doch logisch“, sagt Spradley.

Aus diesem Grund ist er auch ein Freund von vielen Testbegegnungen. „Wie viele haben wir bis zum Saisonstart?“, fragt er seinen „Assi“. „Elf“, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen.

„Heiß“ auf das neue Team

Die neuformierten Eisbären präsentieren sich in Scheeßel auch zum ersten Mal ihren Fans. „Da möchte natürlich alle besonders gut aussehen“, weiß Spradley. Und die Fans sind nach der Seuchensaison wieder „heiß“ auf Basketball, sind neugierig auf das neue Team. Insgesamt dürften es heute 200 Eisbären-Anhänger sein, die eines der begehrten Tickets ergattert haben. 60 Karten hatte es zunächst regulär gegeben, die waren in 10 Minuten verkauft. Die Eisbären orderten nach, bekamen noch einmal 60 Karten. Auch die gingen weg wie warme Semmeln. Manager Jan Rathjen hatte noch einmal 40 Karten bestellt, und einige Eisbären-Fans sind auch über das Cuxhavener Kontingent an Tickets gekommen. Da wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Für einen Eisbären wird es heute ein besonderes Spiel sein. Jan Lipke hat in Scheeßel ein „Heimspiel“, denn die SG ist sein Stammverein, dort begann der 26-jährige Flügelspieler als Jugendlicher seine Karriere.

Den Kontakt nach Scheeßel hat der Eisbär nie verloren, in diesem Sommer trainierte er oft mit den einstigen Kumpeln. „Das war ideal, so bin ich nicht ganz aus dem Rhythmus gekommen“, so der Publikumsliebling.

Artikel vom 22.08.09 - 14:00 Uhr
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