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Eisbären stutzen Tigern die Krallen

Tübingen. Die Eisbären Bremerhaven sind gestern Abend zu ihrem höchsten Saisonsieg geflogen. Die Truppe von Coach Doug Spradley spielte die Tigers aus Tübingen beim 97:71 (49:39) förmlich an die Wand. In ihrer letzten Partie der vier Doppelspieltage treffen die Bremerhavener am Sonntag in der Stadthalle (16 Uhr) auf ratiopharm Ulm.

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So sieht Selbstvertrauen pur aus: Rodney Buford (links), gestern mit 26 Punkten bester Eisbären-Werfer, und der beste Passgeber der Liga, Lou Campbell, waren gestern zwei Erfolgsgaranten für die Eisbären in Tübingen. Foto eer

Tübingen. Die Eisbären Bremerhaven sind gestern Abend zu ihrem höchsten Saisonsieg geflogen. Die Truppe von Coach Doug Spradley spielte die Tigers aus Tübingen beim 97:71 (49:39) förmlich an die Wand. In ihrer letzten Partie der vier Doppelspieltage treffen die Bremerhavener am Sonntag in der Stadthalle (16 Uhr) auf ratiopharm Ulm.

Spradley hatte nach der Niederlage gegen Oldenburg am vergangenen Sonntag vor allem mit seiner langen Garde gehadert. Von Jeff Gibbs & Co. sei viel zu wenig gekommen, war sein Vorwurf.

Der kleine „Anpfiff“ zu Beginn der Woche hat seine Wirkung nicht verfehlt. Denn Gibbs (7 Punkte/11 Rebounds), Kevin Lyde (13 Punkte/3 Blocks), Bryan Lucas (13 Punkte) und Adrian Moss (8 Punkte/7 Rebounds in nur 11:50 Minuten) zeigten sich gestern Abend vor 2300 Zuschauern von ihrer besten Seite.

Spradley schickte seine Stammformation mit dem einmal mehr starken Lou Campbell (14 Punkte/10 Assists), Torrell Martin, Rodney Burford (mit 26 Punkten/5 Dreier bester Werfer des Spiels), Gibbs und Lyde aufs Parkett. Und die fünf Eisbären legten gleich mächtig los. Die Trefferquote in den ersten 12 Minuten war ähnlich hoch wie in Paderborn. 6 von 8 Zweipunktewürfen waren drin, 5 von 6 Dreiern ebenfalls. Dazu gesellten sich vier Freiwürfe bei vier Versuchen. Mit 28:15 führte der Gast nach zehn Minuten.

Als dann Philipp Schwethelm und Buford gleich zu Beginn des zweiten Viertels jeweils per Dreier auf 34:15 erhöhten, schien alles nach Plan zu laufen. Tübingens Coach Igor Perovic versuchte den Lauf der Eisbären mit einer Auszeit zu unterbrechen und hatte damit Erfolg.

Es gab einen Bruch im Spiel der Gäste, die 4:30 Minuten ohne Punkt blieben. Tübingen verkürzte auf 24:34, ehe Lyde per Dunking wieder zwei Punkte gelangen. „Da fehlte uns die Konzentration und Tübingen hat seinen Rhythmus gefunden“, so Spradley. In dieser Phase trafen die Gastgeber durch Watts und Hudson einige Dreier, zur Pause lagen die Gäste dennoch mit zehn Zählern vorn (49:39), weil sie sich rechtzeitig wieder fingen.

Zu Beginn von Viertel drei gab es weitere Ballverluste. Tübingen war nach zwei Punkten von Romeo Travis auf fünf Zähler dran (48:53/25.). Aber das war nur eine kurze Bestandsaufnahme, die Eisbären, die bis Ende des dritten Viertels schon 20 Ballverluste hatten, kamen zurück. Gibbs sorgte per Dreier für das 66:52, kassierte aber wenig später sein viertes Foul.

Doch für das Kraftpaket sprang Adrian Moss in die Bresche. Er zeigte sein bisher bestes Spiel im Eisbären-Dress, sammelte fleißig Rebounds, gab gute Pässe und punktete auch.

Im Schlussdurchgang stutzten die Eisbären den Tigern endgültig die Krallen. Vier Punkte von Lucas, fünf von Buford und sieben Zähler des zurzeit vielleicht besten Aufbauspielers der Liga, Lou Campbell, dem gestern sein erstes Double-Double (zweistellig gepunktet und zweistellig Assists gegeben) gelang – da hieß es plötzlich 87:68 und es waren nicht einmal mehr vier Minuten zu spielen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass sich die Eisbären diese Beute nicht mehr entreißen lassen würden.

2:23 Minuten vor dem Ende schickte Spradley dann noch einmal Brandon Brooks, Jan Lipke und Philipp Schwethelm aufs Parkett, Buford, Martin und Campbell hatten Feierabend. Doch auch ohne sie wurde der Vorsprung weiter ausgebaut. (rie)

Wir haben den Ball oft gut bewegt und gute Würfe produziert. Das hat mich als Trainer sehr gefreut.

Eisbären-coach

Doug Spradley

Artikel vom 31.10.09 - 06:00 Uhr
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