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Eisbären machen viel Spaß


bremerhaven. Sie kamen, sahen und eroberten die Herzen ihrer Fans im Sturm. Die neuen Eisbären machten beim Tag der Fans jede Menge Spaß – und die rund 1000 Besucher im Trainings-Zentrum feierten ihre Lieblinge. „Toll, ich bin wieder zu Hause“, sagte Jamison Brewer, nachdem er – gefühlt – das 1000. Autogramm gegeben hatte. VON OLIVER RIEMANN


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Abklatschen mit den Eisbären: Die Spieler der „Be Magics“ , für die die Profis eine Partenschaft übernommen haben, waren beim Tag der Fans auch dabei. Die „Be Magics“ sind Menschen mit einer geistigen Behinderung, was ihrer Begeisterung für den Basketball keinen Abbruch tut.

Der neue Hallensprecher des Basketball-Bundesligisten, Wolfgang „Wolle“ Loock, hatte zu Beginn der Teamvorstellung noch etwas mit der nervlichen Anspannung zu kämpfen („meine Hände haben ganz schön gezittert“), die Profis waren da viel lockerer. Sie waren nach Loocks kurzer Anmoderation ganz schnell bei den Fans eingetaucht. Berührungsängste hatte da keiner, auch die Neuen, Gary Flowers, Mike Smith, Chris McNaughton, Jason Cain und Jermain Raffington, nicht. Sie liefen, gekleidet in die neuen Trikots, die Runde an ihren Fans entlang und ließen sich abklatschen. So sieht Fan-Nähe aus, kein Eis in der neuen Eiszeit.

Beim anschließenden Show-Training ging es locker zu. Es dauerte zwar einige Zeit, bis die Spieler auf Betriebstemperatur waren, aber dann machten Torrell Martin & Co. die Trickkiste auf. Da gab es krachende Dunkings am Fließband, mit Ausnahme von Tony Canty stopfte jeder mindestens einmal den Ball in den Korb.

In der neue Eisbären-Truppe, das war deutlich zu sehen, steckt jede Menge Athletik und Energie. „Sie müssen jetzt nur noch verstehen, ihre Athletik richtig einzusetzen. Dann können wir alle ganz viel Spaß haben“, ist sich Chefcoach Doug Spradley sicher.

In diese Richtung ging auch der Kommentar von Nationalspieler Chris McNaughton, der erst am Mittwochabend zu seinem neuen Team gestoßen ist. „Die Truppe ist zwar unglaublich jung, aber in der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial. Ich freue mich auf die Saison im Eisbären-Dress. Es macht viel Spaß mit den Jungs, das ist eine gute Gemeinschaft“, hat der 28-jährige Center bereits festgestellt.

Er hatte, nachdem Bundestrainer Dirk Bauermann ihn Anfang vergangener Woche aus dem EM-Kader für Litauen gestrichen hatte, als letzter Akteur seine Wohnung bezogen. Enttäuscht ist er über die Nicht-Berücksichtigung nicht, traurig schon etwas. „Aber es hat auch Vorteile, jetzt kann ich mich schnell ins neue Team einfügen“, so der zweitälteste Spieler im Eisbären-Trikot.

Der Team-Senior ist mit 30 Jahren Jamison Brewer. Der zeigte, dass Alter nicht vor schönen Dunkings schützt. Als er abhob und lange in der Luft stand, um den Ball dann in den Korb zu stopfen, brandete Szenenapplaus auf. Der Aufbauspieler mutierte zum „fliegenden“ Brewer.

Mindestens ebenso laut wurde es beim abschließenden Dreier-Wettbewerb. Neuzugang Mike Smith zeigte, dass er ein ausgezeichnetes Händchen hat. 17 seiner 23 Dreier flutschten in einer Minute durch die Reuse. Das war ganz stark. Jermain Raffington gelangen da eher bescheidene sechs Treffer. Und dann kam Tony Canty. Unglaublich, was der 20-Jährige da fabrizierte. 24 Würfe drückte er ab, mit der Schlusssirene fiel der 18 Ball in den Korb. Gigantisch, Torrell Martin trug Canty durch die Halle. Verlierer Smith musste gestern Abend die Getränke bezahlen – Wettschulden sind halt Ehrenschulden.

Danach schrieben die Spieler sich die Finger wund, erfüllten die Autogrammwünsche ganz geduldig und richtig gut gelaunt. So sieht Fan-Nähe aus.

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National-Center Chris McNaughton fand sich ganz schnell zurecht. „Das ist eine super Sache“, sagte er zum Tag der Fans.
Artikel vom 22.08.11 - 12:00 Uhr
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