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Eisbären für die Phantoms nicht greifbar


Bremerhaven. Gegen manche Gegner spielt es sich besonders gut. Daran ändern können Trainerwechsel nichts, auch ständig neue Kader nicht. Auch die Eisbären Bremerhaven haben in der Basketball-Bundesliga solch einen Lieblingsgegner. Und das auch noch auswärts. Am Sonntag (17 Uhr) ist es wieder soweit, dann dürfen die Bremerhavener endlich in Braunschweig ran. Die Löwenstädter bräuchten eigentlich gar nicht anzutreten, denn gewonnen haben sie gegen die Eisbären in eigener Halle noch nie. VON OLIVER RIEMANN


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Plopp, das ist wieder einer drin: Selbst in ihrer Abstiegssaison 2008/09 gewannen die Eisbären in Braunschweig. Und auch Saisonsieg Nummer zwei gab es gegen die Phantoms, im Rückspiel. Da traf Craig Callahan (rechts) auf Neu-Eisbär Jason Cain. Foto eer

Sechs Heimspiele, sechs Niederlagen – so lautet ihre ernüchternde Bilanz. Die Eisbären sind für die Phantoms einfach nicht zu greifen. Selbst in ihrer Katastrophensaison 2008/09, an deren Ende der Abstieg stand, siegten die Eisbären. Das war gleich am ersten Spieltag mit einem überragenden Marcus Slaughter, der 24 Punkte erzielte und 15 Rebounds holte. Beim Gegner war einer besonders gut (23 Punkte), der später das Eisbären-Trikot tragen sollte: Andrew Drevo.

Der Erfolg in Braunschweig sollte für lange Zeit der einzige Sieg der Eisbären bleiben. Erst am 18. Spieltag gab es den zweiten doppelten Punktgewinn. Der Gegner? Richtig, die Phantoms. Mit 96:84 gewannen die Eisbären. Slaughter war schon lange weg, Nachfolger Craig Callahan war mit 17 Punkten bester Schütze.

Es waren mitunter deftige Schlappen, die die Niedersachsen in der Volkswagen-Arena kassierten. Gleich im Aufstiegsjahr gab es eine 69:99-Klatsche. Das ist bisher weiter der höchste Auswärtserfolg der Bären in der BBL. Darren Fenn verpasste an jenem 16. November 2005 mit 20 Punkten, 10 Rebounds und 8 Assists nur hauchdünn ein ganz seltenes Triple-Double (dreimal zweistellige Werte). Im Jahr darauf waren die Bremerhavener etwas gnädiger, gewannen nur mit 26 Punkten Differenz (88:62). Da war Adam Chubb mit 16 Punkten und 10 Rebounds auffälligster Spieler, „Quick Nick“ Jacobson mit 17 Punkten bester Werfer.

Campbells „Sahnetag“

In der Serie 2007/08 schlugen R.T. Guinn (20 Punkte/10 Rebounds) und Tommy Adams (19 Punkte) beim 91:72 besonders zu. In der bisher erfolgreichsten BBL-Saison 2009/10, als die Bremerhavener nur knapp den Finaleinzug im Duell gegen Frankfurt verpassten, siegten sie mit 82:66 bei den Phantoms. Das war das erste Trainerjahr von Doug Spradley. Lou Campbell (24 Punkte) hatte ebenso einen „Sahnetag“ erwischt wie ein gewisser Torrell Martin (13 Punkte/8 Rebounds) und Jeff Gibbs (10/10).

Am knappsten war es in der vergangenen Serie. Da hieß es nur 83:79 aus Eisbären-Sicht. Callahan (20 Punkte) und Martin (11 Punkte/10 Rebounds) waren da gut aufgelegt. 87 Punkte erzielten die Bären im Schnitt bei ihren Siegen in Braunschweig und kassierten dabei nur 69,5 Punkte.

Trainer Doug Spradley gibt nichts auf die Ergebnisse und Bilanzen der Vorjahre. Gegen einen Sieg am Sonntag hätte aber auch er nichts einzuwenden.

Artikel vom 01.12.11 - 12:00 Uhr
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