
Immerhin, vor dem Schlüsselspiel morgen Abend (19.30 Uhr, Stadthalle) gegen die BG Göttingen gibt es einen kleinen Silberstreif am Horizont. Das glaubt zumindest Spradley: „Ich habe das Gefühl, dass zumindest John Allen wieder spielen kann“, sagt der Coach des Basketball-Bundesligisten. Ganz sicher ist er sich aber nicht. Und Tyrone Brazelton? „Ich weiß es nicht. Die Chancen stehen fifty-fifty für seinen Einsatz am Freitag“, wagt der Coach keine Prognose.
In Sachen Verletzungen sind die Bären in dieser Saison arg gebeutelt. „Und es sind nicht nur kleinere Muskelverletzungen wie Zerrungen. Es sind die dicken Dinger“, meint Spradley. Leistungsträger Torrell Martin fehlt mit seinem gebrochenen Handwurzelknochen schon seit Wochen. Für ihn ist die Saison ebenso beendet wie für Jan Lipke (Syndesmoseriss). John Allen ist angeschlagen (Knie), Brazelton ebenfalls. „Das sind vier Spieler“, zählt der Trainer zusammen.
Gerade in der Schlussphase der Saison könnte er jeden gesunden Akteur gebrauchen. Denn das Restprogramm ist happig. Fünf Spiele in drei Wochen stehen an. Am Freitag gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs, am Sonntag in Oldenburg, es folgt das Heimspiel gegen ALBA Berlin (15. April), zwei Tage später das Gastspiel in Tübingen und am letzten Spieltag der Hauptrunde (23. April) das Duell in Ulm.
Die zwölftägige Spielpause bedingt durch das Pokal-Wochenende in Bamberg kam den Eisbären nicht ungelegen. „Die Jungs hatten Zeit zur Regeneration und wir konnten Terrell Everett und Jamison Brewer noch etwas länger mit unseren Systemen vertraut machen“, sagt Spradley. Um nicht ganz aus dem Rhythmus zu kommen, hat der Erstligist ein Trainingsspielchen gegen die Cuxhaven BasCats absolviert.
Spradley weiß, dass seine Mannschaft möglichst viele der noch ausstehenden Begegnungen gewinnen muss, damit es für den Halbfinalisten der vergangenen Saison erneut zum Einzug in die Playoffs reicht. „Aber selbst bei einer Niederlage gegen Göttingen ist noch nicht alles verloren, denn auch die Konkurrenz hat ein hartes Restprogramm vor sich.“
Angesichts der vielen Verletzungen im Verlauf der Saison grenzt es für den Coach schon fast an ein Wunder, „dass wir immer noch in die Playoffs kommen können“. Mit einem Erfolg gegen Göttingen („sie haben einen guten Lauf in der Liga“) würden die Chancen um ein Vielfaches steigen. „Aber wir haben nur dann eine Chance, wenn wir genau so intensiv spielen wie der Gegner. Und die geben immer mindestens 100 Prozent, manchmal auch etwas mehr“, weiß Spradley.
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