
Immerhin haben sieben aktuelle Indianer schon in Bremerhaven gespielt ob nun Fraser Clair, Dylan Gyori, Danny Pyka oder Jan Hemmes. Auch Trainer Bernie Kaminski trug einst das Bremerhavener Trikot – allerdings das mit der Eule drauf, nicht das mit dem Pinguin. Jüngster Seitenwechsler war Marius Garten, den es in diesem Sommer zu den Indians zog. Auch in die andere Richtung ging die Reise schon. Steve Slaton war einst Indianer, und vor der Saison wechselte Philipp Gunkel aus Hannover nach Bremerhaven.
Der 23-Jährige ist ein Beispiel dafür, dass des Verhältnis der Spieler untereinander entspannt ist. „Die Rivalität ist bei den Fans ein größeres Thema als bei uns Spielern“, meint Gunkel. Er habe noch zu vielen Ex-Kollegen Kontakt und hege „keine schlechten Gefühle“ gegen die Indians.
Auch Trainer Gunnar Leidborg hat keine großen Veränderungen bei seinen Spielern festgestellt. „Außer vielleicht, dass sie mehr Karten für ihre Familien und Freunde besorgen mussten“, scherzt er. Das Derby wollen eben immer ein paar mehr Menschen sehen. Mehr als 3000 werden Sonntag erwartet, und das macht die Partie doch zu etwas besonderem.
„Natürlich freut man sich mehr auf ein Derby als auf andere Spiele. Das Stadion ist voller und die Stimmung ist aufgeheizter, weil auch viele Gästefans da sind“, sagt Gunkel. Und auch der so nüchterne Leidborg freut sich auf eine „volle Hütte“ am Sonntag. „Klar hilft das, wenn die Stimmung gut ist. Das hat man doch gegen Rosenheim gesehen“, sagt der Schwede.
Mit einem 3:1-Sieg am Pferdeturm starteten die Pinguins in die Saison, aber schon damals war zu sehen: Die Indians sind stärker als im Vorjahr. Philipp Gunkel sieht das ähnlich: „Gute Spieler hatten sie schon immer, jetzt scheinen sie auch als Mannschaft gut zu sein.“ Dazu hat auch Marius Garten beigetragen, der in der vergangenen Saison noch für die Pinguins spielte. Zwei Tore und zwei Vorlagen hat der Flügelflitzer, der im dritten Sturm spielt, auf dem Konto. Bei aller Freundschaft – die Pinguins werden alles tun, damit nicht mehr dazukommen. Es bleibt doch der schönste Sieg, wenn sich die roten Brüder am Ende schwarz ärgern.
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