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Die drei Ausrufezeichen


Bremerhaven. Stanley! Dejdar! Kopecky! Dieses Trio setzt Ausrufezeichen. Keine andere Sturmreihe in der Zweiten Eishockey-Bundesliga schießt so viele Tore wie der Paradesturm der Fischtown Pinguins. 28 Treffer haben Chris Stanley, Marian Dejdar und Jan Kopecky in 16 Spielen erzielt. Von Lars Brockbalz


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Die perfekte Ergänzung: Jan Kopecky (im Hintergrund) hat den Top-Sturm der Fischtown Pinguins um Kapitän Chris Stanley (vorn) noch gefährlicher gemacht. In der Liga gibt es kaum etwas Besseres. Foto eer

Vor der Saison hatte Chris Stanley angekündigt, seine Sturmreihe werde „eine Bedrohung für die anderen Teams“ sein. Der Pinguins-Kapitän lacht, als er mit diesem Zitat konfrontiert wird: „Hat doch bislang ganz gut geklappt, oder?“

Der goldene Helm, den seit Saisonbeginn der beste Scorer jeder Mannschaft trägt, ist bei den Pinguins ein Wanderpokal im ersten Sturm. Jeder durfte ihn schon mal aufsetzen. Am vergangenen Sonntag hat ihn Chris Stanley (22 Punkte) von Jan Kopecky (21) übernommen. Marian Dejdar hat 19 Punkte.

Insgesamt kommen die drei Angreifer damit auf 62 Scorerpunkte. Nur das Heilbronner Top-Trio Fabio Carciola, Francis Lemieux und Bryan Marshall war mit 66 Punkten (davon 27 Tore) noch erfolgreicher. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell der beiden Top-Reihen der Liga, wenn die Pinguins bei den Heilbronner Falken antreten. Zuvor steht am Freitag (20 Uhr, Eisarena) noch das Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings an.

Marian Dejdar hat für den Erfolg des Top-Sturms eine plausible Erklärung: „Mit Chris Stanley habe ich mich schon in den vergangenen zwei Spielzeiten gut verstanden. Aber jetzt mit Jan Kopecky sind wir noch besser. Er schießt von überall brandgefährlich“, meint der Außenstürmer. „Er lauert immer auf die Direktabnahme, man kann ihn super anspielen.“

Auch Stanley sieht in dem tschechischen Neuzugang den entscheidenden Unterschied: „Er kann fantastisch mit dem Puck umgehen und hat einen Mordsschuss. Die Gegner können sich nicht mehr nur auf zwei Stürmer konzentrieren. Jan ist genau der Flügelspieler für unsere Reihen, nach dem wir zwei Jahre lang gesucht haben.“ Der 32-jährige Tscheche Kopecky kam im Sommer vom slowakischen Erstligisten HK Poprad.

Marian Dejdar hat ein treffendes Wort gefunden, um seinen neuen Sturmpartner zu beschreiben: Durchschlagskraft. Kopecky ist nur ganz schwer von der Scheibe zu trennen und sucht immer den Weg zum Tor. „Das macht es für uns anderen Stürmer leicht, mit ihm zu spielen. Die Scheibe geht nur sehr selten verloren“, meint Dejdar.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Top-Blocks sind zudem die Verteidiger. Stanislav Fatyka ist selbst torgefährlich, Andrei Teljukin spielt hervorragende Pässe. „Das Gesamtpaket stimmt. Das sieht man speziell im Powerplay“, meint Stanley, der den Erfolg aber nicht an einem Block festmachen will: „Dass wir trotz der Ausfälle da oben stehen, spricht für unseren Kader. Andere Spieler sind in die Lücke gestoßen und über sich hinausgewachsen“, meint er.

Auf das Spiel am Sonntag gegen Heilbronn mit der besten Sturmreihe der Liga freut sich Stanley ganz besonders. „Als Spieler ist es immer schön, wenn man im direkten Duell zeigen kann, wer der Bessere ist“, meint der Kapitän.

Dresden-Spiel verlegt

Für das schon einmal umgelegte Spiel der Fischtown Pinguins bei den Dresdner Eislöwen wurde nun ein endgültiger Termin gefunden. Gespielt wird am Dienstag, 28. Februar, um 20 Uhr in Dresden.


Die Top-Sturmreihen der Liga

Tore Vorl. Ges.

Heilbronner Falken: F. Carciola, Marshall, Lemieux 27 39 66

Fischtown Pinguins: Dejdar, Stanley, Kopecky 28 34 62

SC Riessersee: Collins, Dibelka, Appel 27 30 57

Dresdner Eislöwen: Zurek, Jarrett, Kaartinen 17 37 54

Landshut Cannibals: Thornton, Trew, Welz 23 28 51

Artikel vom 24.11.11 - 12:00 Uhr
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