
Die Statistik kann man nicht belügen: Aus den letzten zehn Spielen holten die Pinguins 11 Punkte, aus den zehn Spielen davor waren es noch 16 Punkte, und wiederum zehn Spiele davor gab es 17 Punkte. Die Konsequenz ist auf der Tabelle deutlich abzulesen. Hielten sich die Pinguins vor Weihnachten noch auf Platz zwei, sind sie nun auf den siebten Platz durchgerutscht. Die Abstiegsrunde ist nur noch vier Punkte entfernt.
In der „roten Zone“ befindet sich überraschen Vorjahresmeister Ravensburg, bei dem die Pinguins heute Abend antreten müssen. Und prompt beginnen die Rechnereien: „An diesem Wochenende muss im Kampf um den Anschluss an die Playoff-Zone unbedingt gepunktet werden“, sagt Towerstars-Sprecher Frank Enderle. Klar, dass er dabei vor allem den direkten Konkurrenten Bremerhaven im Auge hat. Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg hält von solchen Rechnungen nicht allzu viel: „Wir müssen schauen, dass wir regelmäßig punkten, egal gegen wen.“
Was seiner Mannschaft helfen wird, ist, dass sie in unveränderter Formation spielen kann. Leidborg bietet mit Kreuzer-Stanley-Kopecky und Beck-Kosick-Saurette also wieder zwei Reihen auf, die für viele Tor gut sind. In Bad Nauheim erzielten diese Sturmreihen alle acht Treffer. Wenn dann auch noch die „Sputniks“ mal wieder eine Rakete zünden und vielleicht Carsten Gosdeck der vierten Reihe zu neuer Gefahr verhilft, sind die Bremerhavener im Angriff hervorragend aufgestellt.
Ein Auswärtssieg ist also drin für die Pinguins, und dann könnte der Blick am Sonntag schon wieder nach oben gehen. Dann sind die Starbulls Rosenheim zu Gast in der Eisarena (erstes Bully ist um 16 Uhr). Die haben heute spielfrei. Gewinnen die Pinguins, sind sie auf zwei Punkte heran und plötzlich wäre nach oben hin alles wieder möglich.
Das erste Heimspiel gegen die Rosenheimer war das packendste Spiel der Pinguins in dieser Saison. Dreimal glichen sie einen Rückstand aus, dann traf Jan Kopecky sieben Sekunden vor Ende der Verlängerung zum 4:3-Sieg. Eine Wiederholung würden nicht nur die Fans gerne sehen, auch Leidborg wäre davon sicherlich sehr angetan. Denn eine Rechnung macht der Pinguins-Trainer dann doch auf: „Gerade, wenn es drauf ankommt, muss man sehen, dass man zu Hause seine Punkte holt.“
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