X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Die Pinguins spielen ohne Mumm


Bremerhaven. Nach drei Heimsiegen mussten die Pinguins gestern ihre erste Saisonniederlage in der Eisarena hinnehmen. Der 4:1-Sieg der Heilbronner Falken war vollauf verdient. Sie waren sowohl im Kombinationsspiel als auch in den Zweikämpfen klar besser, die Pinguins zeigten ihr schlechtestes Saisonspiel. „Unsere Defensivleistung war katastrophal“, urteilte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg schonungslos. Von Lars Brockbalz


bild vergrößern
Das war knapp für Schiedsrichter Sven Fische r: Fast wäre er in den Zweikampf zwischen Vitalij Janke und dem überragenden Gäste-Stürmer Francis Lemieux geraten. Fotos ls

Den Schweden störte gar nicht so sehr die Niederlage an sich, sondern vor allem die Art: „So kenne ich meine Mannschaft nicht. Ich bin es nicht gewohnt, dass sie sich so schlecht verkauft. Ohne Mumm, ohne Laufbereitschaft, ohne Kampfbereitschaft.“

Die Pinguins versuchten, den Spielaufbau der Gäste früh zu stören, die lösten sich aber immer wieder mit guten Kombinationen aus der Bedrängnis und hatten dann im Pinguins-Drittel Platz für ihr Passspiel. Die Angreifer hatten es leicht, weil sie viel Raum hatten. „Wir haben ohne Biss gespielt, mit 70 Prozent Einsatz. Wir laufen hin, tun aber keinem weh“, sagte Leidborg. Dass eine Mannschaft zu Hause derartig der Musik hinterherläuft wie am Freitag die Pinguins und trotzdem so brav weiterspielt, dass sie keine einzige Strafzeit kassiert, dürfte ziemlich einmalig sein.

Waren die Pinguins im Angriff, schleppten sie den Puck meist durch die neutrale Zone und mussten ihn dann unter Bedrängnis in die Ecken spielen. Damit reißt man eine sichere Abwehr nur schwerlich auf, und das ist auch nicht das Spiel, das die Pinguins in den ersten Spielen ausgezeichnet hat. So blieben Chancen meist Zufallsprodukte, auch weil die vielen Umstellungen dem Pinguins-Spiel nicht guttaten. Leidborg hatte drei neue Außenstürmer-Paare gebildet, zusätzlich rotierten drei Mittelstürmer in vier Reihen. So standen immer mal wieder drei Stürmer auf dem Eis, die so nicht eingespielt sind.

Fast hätte Carsten Gosdeck bei seinem Comeback nach sieben Wochen Verletzungspause gleich bei seinem ersten Wechsel das 1:0 gemacht. Doch er scheiterte an Gäste-Torhüter Todd Ford (4.). Auf der anderen Seite ließen die Falken die Pinguins-Abwehr zweimal ganz schlecht aussehen. Fabio Carciola musste bei seinen beiden Toren jeweils weniger als eine Meter Distanz überwinden. Beim 1:0 (7.) spielte ihn Michail Kozhevnikov am langen Pfosten so an, dass er nur noch die Kelle hinhalten musste. Kein Gegenspieler war in der Nähe, und Torhüter Marko Suvelo hätte die Scheibe durchaus mit dem Schläger blocken können. Beim 2:0 (9.) servierte Francis Lemieux, der überragend spielte, genauso maßgerecht für Carciola. Das war viel zu einfach.

Mit einem Torwartwechsel wollte Leidborg seiner Mannschaft neues Leben einhauchen. Sebastian Staudt stand ab dem zweiten Drittel im Tor. Zunächst aber blieben die Falken bestimmend, die Pinguins konnten selten sicher hinten rausspielen. Ein Fehler von Felix Thomas, der am Puck vorbeischlug, ermöglichte Fabio Carciola nach Doppelpass mit Lemieux sein drittes Tor (25.). Erst eine tolle Einzelaktion von Andrei Teljukin weckte die Lebensgeister der Pinguins. Nach seinem Solo durch die Mitte bediente er Philipp Gunkel, der zum 1:3 einschob (38.). Plötzlich ging etwas, die Falken kamen in den letzten zwei Minuten kaum mehr hinten raus. Chris Stanley und Dimitri Litesov hatten noch vor der zweiten Pause den Anschlusstreffer auf der Kelle. „Das war für mich ein Schlüsselmoment, dass wir es geschafft haben, diese zwei Minuten ohne ein weiteres Gegentor zu überstehen“, urteilte Gäste-Trainer Rico Rossi.

Geschenk für Calce

Um im Schlussabschnitt ernsthaft Druck aufbauen zu können, gingen zu viele Zweikämpfe verloren. Im Angriffsdrittel konnten sich die Pinguins selten behaupten, so mussten sie immer wieder neu aufbauen, und die Gäste konnten sich formieren. Hinten brannte es weiter lichterloh. Die Falken waren einem Kontertor stets näher als die Pinguins dem 2:3, und tatsächlich fiel in der 51. Minute das 1:4 nach einem Missverständnis zwischen Staudt und Gunkel. Luigi Calce bedankte sich für das Geschenk.

Pinguins – Heilbronner Falken 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)

Pinguins: Tor: Suvelo (ab 21. Staudt); Abwehr: Thomas, Fatyka – Hucko, Slaton – Teljukin, Janke – Willaschek; Angriff: Dejdar, Stanley, Saurette – Kreuzer, Gunkel, Kopecky – Sergej Janzen, Alexander Janzen, Litesov – Gosdeck, Verelst.

Tore: 0:1 (6:25) Fabio Carciola (Kozhevnikov, Léveillé); 0:2 (8:41) Fabio Carciola (Lemieux, Marshall); 0:3 (25:44) Fabio Carciola (Lemieux, Léveillé); 1:3 (37:39) Gunkel (Teljukin); 1:4 (50:28) Calce (Gelke, Urquhart)

Strafzeiten: Pinguins: keine Strafzeit – Falken: 2 Minuten

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg) – Zuschauer: 2317

Artikel vom 15.10.11 - 07:00 Uhr
| drucken | versenden


Anzeige

Traueranzeigen

Anzeige

Unsere Heimat von oben

Die große Familienserie der NORDSEE-ZEITUNG widmet sich seit dem 2. März 2012 dem Thema „Familienfreundlichkeit“ im Landkreis Cuxhaven. Für jeden Ort und jede Gemeinde erscheinen zur Veröffentlichung aktuelle Luftbilder. Diese Luftbilder können Sie nun auf hochwertigem Fotopapier in unseren Kunden-Centern bestellen. Hier erfahren Sie mehr.

Bad Bederkesa entdecken

Tauchen Sie ein in die neue Panorama-Erlebniswelt.

www.badbederkesa-entdecken.de

Babyseite

In unserer neuen Babyseite finden Sie die Neugeborenen aus Stadt und Land.

zur Babyseite
Anzeige

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement

Folgen Sie uns



Folgen Sie uns bei facebook


Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

RSS - Bekommen Sie neue Topstorys direkt in den Browser oder den Feedreader geliefert.

Neue Kommentare

  1. Lohmannstraße wird saniert
    24.05. | 5 Kommentare
  2. Energie für die Stromwende
    24.05. | 3 Kommentare
  3. BIS managt den Tunnelbau
    24.05. | 1 Kommentar
  4. Seestadt macht keinen Druck bei Weservertiefung
    24.05. | 2 Kommentare
  5. Zirkustiere und Legehennen als Streitthema
    23.05. | 1 Kommentar
nordholzdorumlangenbad bederkesaschiffdorfbremerhavenloxstedthagenbeverstedt

Veranstaltungen

NZ-Card

Exklusiv für Abonnenten gibt es die NZ-Card. Erfahren Sie hier mehr über die attraktiven Angebote.

zur NZ-Card

Leser werben Leser


Werben Sie einen neuen Abonnenten und Sie bekommen eine attraktive Prämie.

zum Prämienshop

Leserbriefe


Sie wollen einen Leserbrief an die Zeitungsredaktion senden? Das Kontaktformular finden Sie hier.
Anzeige

Kinoprogramm

Börseninformationen

Anzeige

NZ-Nachrichten auf Ihrer Webseite

Individuelle Nachrichtenauswahl - immer aktuell

Wir unterstützen Sie dabei gezielt diejenigen Nachrichten, die für Ihren Internetauftritt interessant sind, ohne viel Aufwand zu integrieren. Dafür haben wir ein Modul entwickelt, das Sie ganz leicht mit wenigen Klicks selbst an Ihre Anforderungen anpassen können.

mehr
Meldungen

Politik und Welt

Tag der Entscheidung bei Schlecker - Investor oder Zerschlagung? Ehingen (dpa) - Die Zukunft der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker könnte sich heute bei einem Treffen der drei größten Gläubiger entscheiden. Von ihrem richtungsweisenden Beschluss hängt es ab, ob Schlecker gerettet oder zerschlagen wird. Für die verbliebenen 13 500 Mitarbeiter gibt es inzwischen neue Hoffnung: Einem Medienbericht zufolge interessiert sich der einstige Karstadt-Retter Berggruen-Holdings für Schlecker. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Tag der Entscheidung bei Schlecker - Investor oder Zerschlagung?
Größter Fund falscher Münzen in Großbritannien
DFB-Bundesgericht verhandelt Hertha-Berufung nach Skandalspiel

Wirtschaft

Dax nach Berg- und Talfahrt moderat im Plus Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Donnerstag etwas von seinem Rücksetzer zur Wochenmitte erholt. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf legte der deutsche Leitindex um 0,48 Prozent auf 6315,89 Punkte zu. Seit Jahresanfang ist der Leitindex damit um etwa 7 Prozent vorgerückt. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Griechischen Banken wird mit 18 Milliarden Euro geholfen
Schwache T-Aktie enttäuscht Telekom-Aktionäre
Chemie-Beschäftigte erhalten 4,5 Prozent mehr Geld
Überragend

Sport

Frisch Auf Göppingen gewinnt zum zweiten Mal EHF-Pokal Göppingen (dpa) - Frisch Auf Göppingen hat zum zweiten Mal nacheinander den EHF-Pokal gewonnen. Der Handball-Bundesligist besiegte Dünkirchen HB im Final-Rückspiel mit 34:28 (15:14). Das Hinspiel in Frankreich war 26:26 ausgegangen. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Regen bremst Vettel: Formel 1 ratlos in Monaco
Mensing schwimmt zu 250. deutsches EM-Gold
Heidler siegt mit Weltklasse-Wurf in Ostrau - 78,07 m
Humboldt-Universität

Wissenschaft

Berlin vor München forschungsstärkste deutsche Region Berlin (dpa) - Berlin ist mit seinen Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten zur forschungsstärksten Region Deutschlands aufgestiegen. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Skurrile neue Arten - Vom Fadenwurm bis Spongebob-Pilz
Klimaschützer: Untätigkeit kostet Billionen von Euro
Erderwärmung gefährdet große Meeres-Schildkröten
Roman Lob

Boulevard

Roman Lob: Mit Mütze und Süßigkeiten ins ESC-Finale Baku (dpa) - Roman Lob (21, «Standing Still») tritt beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Baku an diesem Samstag auf jeden Fall mit Mütze und nicht mit Kappe auf. Gegen die Nervosität braucht er viele Süßigkeiten, wie der gelernte Industriemechaniker aus Neustadt (Wied) in Rheinland-Pfalz in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Baku sagte. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Halbfinale beim ESC und Festnahmen in Baku
Nicole Kidman und Matthew McConaughey in Cannes
Zac Efron hat eine Schwäche für Nicole Kidman