
„Wir haben ordentlich angefangen, aber dann den Faden verloren. Die letzten zehn Minuten im ersten Drittel haben uns den Sieg gekostet“, meinte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.
Er hatte gestern überraschend Sebastian Staudt eine Chance im Tor gegeben. Der Vertreter von Marko Suvelo lieferte eine ordentliche Partie, an der Niederlage trifft ihn keine Schuld. Weniger überraschend war, dass Daniel Huhn nicht mitspielte. Der Angreifer bekam nach seiner Probezeit keinen Vertrag bei den Pinguins, wird aber weiter in Bremerhaven trainieren, um sich fit zu halten.
Nach dem ersten Drittel lagen die Pinguins 1:3 hinten. Nach sieben Minuten hatte Jaroslav Kracik die Cannibals in Führung geschossen. Er stand nach einem Schuss von der blauen Linie, den Staudt zur Seite abwehrte, völlig ungedeckt. Frantisek Mrazek erhöhte in der 14. Minute auf 2:0. Sein Schlenzer passte genau in den Winkel.
Die Spielanteile waren bis dahin ausgeglichen, das Ergebnis war schmeichelhaft für die Gastgeber. Marian Dejdar und Kevin Saurette hatten zu Beginn die größten Gelegenheiten auf Seiten der Gäste.
Jan Kopecky verkürzte in der 19. Minute mit einem Gewaltschuss, doch die Hoffnung währte nur Sekunden. Es waren genau acht. Dann traf erneut Mrazek zum 3:1.
Dieses Tor war für Leidborg symptomatisch für ein Spiel, in dem es schöne Tore gegeben habe, die aber schlechtem Abwehrverhalten entsprungen seien: „Wir sind hinten in Überzahl, aber dann fahren sich zwei Verteidiger über den Haufen und der Landshuter steht frei.“
Im ersten Abschnitt hatten die Pinguins noch Glück, als sie bei eigener Überzahl mal wieder in einen Konter liefen. Vitalij Janke behinderte Kevin Kapstad beim Torschuss, es gab Penalty. Kapstadt lief an und hatte Staudt schon ausgespielt, traf dann aber das leere Tor nicht.
Auch der zweite Hoffnungsschub der Pinguins hielt zur kurz an. In Überzahl traf Marian Dejdar in der 31. Minute zum 2:3, doch wieder kam fast umgehend der Nackenschlag. Es gab eine Strafe gegen die Pinguins, die die Landshuter zum 4:2 nutzten. Ganze zwei Minuten hatte die Hoffnung bei den Pinguins gewährt.
Vielleicht fehlte ein wenig der gewohnte Dampf aus vier Angriffsreihen. Weil Philipp Gunkel sich früh verletzte, hatte Leidborg nur drei komplette Reihen zur Verfügung. Gunkel hatte einen Puck ans Ohr bekommen und musste genäht werden. Er hat eine ordentliche Prellung davongetragen, dürfte aber am kommenden Wochenende wieder spielen können.
Für Landshuts Trainer Jiri Ehrenberger zählen die Pinguins trotz der Niederlage zu den Top-Teams der Liga. „Für uns war es gut, gegen eine solche Mannschaft zu spielen. Da sind wir besser als gegen eine Mannschaft, die auf Augenhöhe ist.“ (ber/lb)
Landshut – Fischtown Pinguins (3:1,1:1, 0:0) 4:2
Pinguins: Tor: Staudt (Suvelo); Abwehr: Thomas, Fatyka – Hucko, Slaton – Teljukin, Janke – Petermann; Angriff: Dejdar, Stanley, Kopecky – Saurette, Kosick, Gunkel – S. Janzen, A. Janzen, Litesov – Kreuzer, Verelst – Schlicht.
Tore: 1:0 (6:34) Kracik (Mrazek, Bires); 2:0 (13:53) Mrazek (Kronthaler, Bires); 2:1 (18:21) Kopecky (Thomas, Fatyka); 3:1 (18:29) Mrazek (Kracik, Toupal); 3:2 (30:27) Dejdar (Stanley) bei 5/4; 4:2 (32:35) Mrazek (Kracik, Toupal) bei 5/4.
Strafzeiten: Landshut: 8 Minuten – Pinguins: 8 Minuten
Schiedsrichter: Alfred Hascher (Miesbach) – Zuschauer: 1503
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