
Beide Mannschaften vernachlässigten die Abwehrarbeit ein wenig, so dass die Zuschauer viele Torszenen zu sehen bekamen. Die Pinguins zeigten sich so torhungrig wie in der gesamten Saison. Jeder durfte Mal. Jan Kopecky (2), Mark Kosick, Andrei Teljukin, Felix Thomas, Vitalij Janke und Sam Verelst mit seinem ersten Treffer für die Pinguins erzielten die Tore.
„Viele Tore sind immer gut. Aber noch besser hat mir gefallen, wie clever wir das am Ende nach Hause gebracht haben. Zwei Drittel lang war das Spiel offen“, sagte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Er nutzte den nicht ganz so hoch angesiedelten Pokalwettbewerb, um dem Nachwuchs eine Chance zu geben. Sven Schlicht spielte fest im zweiten Angriff, Marc Petermann bekam viele Wechsel in der Abwehr. „Es war nicht perfekt, aber vieles, was die Jungs gemacht haben, hat mir gefallen“, sagte Leidborg. Er verzichtete auf den angeschlagenen Chris Stanley und schonte am Schluss auch Marian Dejdar.
Die Pinguins zeigten trotzdem die bessere Spielanlage und legten gut vor. Nach sechs Minuten führten sie bereits 2:0. Andrei Teljukin zog in der 4. Minute an Freund und Feind vorbei Richtung Tor und versenkte eiskalt. In Überzahl fälschte Mark Kosick kurz darauf einen Schuss von Stanislav Fatyka ins Tor ab. Zwei Strafzeiten halfen den Gastgebern, ins Spiel zu kommen. Gut 30 Sekunden in doppelter Unterzahl überstanden die Pinguins; als der vierte Spieler gerade zurück war, schepperte es dann doch: Carlo Grünn traf von der blauen Linie zum 1:2 (11.).
Die ersten zehn Minuten im Mittelabschnitt gehörten den Eispiraten, doch Pinguins-Keeper Marko Suvelo war stets auf dem Posten. In der 31. Minute war der Puck dann aber im Netz. Thomas Pielmeier hatte klug auf André Schietzold zurückgelegt und der versenkte zum 2:2.
Schöne Tore hatten die Pinguins aber auch zu bieten: Beim 2:3 legte Marian Dejdar für Jan Kopecky auf, der beinahe das Netz kaputtgeschossen hätte (33.). Erneut folgte der Ausgleich durch ein unglückliches Tor, das Daniel Rau gutgeschrieben wurde (36.). Doch Kopecky hatte noch ein weiteres Traumtor anzubieten. In Überzahl donnerte er den Puck nach Pass von Fatyka zum 4:3 unter die Latte (37.).
Sieben Tore hatten die Zuschauer bis dahin schon gesehen, doch das war noch nicht alles – allerdings trafen nur noch die Pinguins. In der 43. Minute war es Vitalij Janke, der unbehelligt durch die gegnerische Abwehr spazieren durfte und zum 5:3 traf. Dann traf Felix Thomas nach Vorarbeit von Alexander Janzen zum 6:3 (44.) und schließlich Sam Verelst (45.) zum 7:3.
Mit dem Sieg haben die Pinguins nicht nur das Pokal-Viertelfinale erreicht, sondern auch weiteres Selbstvertrauen für das Spitzen-Duell gegen Landshut am Freitag (20 Uhr) in der Eisarena gesammelt. Die Cannibals zeigten sich allerdings im Pokal ebenfalls bissig: Sie setzten sich mit 6:2 gegen die U20-Nationalmannschaft durch. (lb)
Crimmitschau – Pinguins 3:7 (1:2, 2:2, 0:3)
Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Teljukin, Fatyka – Hucko, Slaton – Janke, Willaschek – Petermann; Angriff: Dejdar, Thomas, Kopecky – Schlicht, Kosick, Saurette – S. Janzen, A. Janzen, Litesov – Verelst, Gunkel, Kreuzer.
Tore: 0:1 (3:21) Teljukin (-); 0:2 (5:08) Kosick (Fatyka, Hucko) 5/4; 1:2 (10:19) Grünn (Vogl, Pohl) 5/4; 2:2 (30:27) Schietzold (Wycisk, Pielmeier); 2:3 (32:48) Kopecky (Dejdar, Thomas); 3:3 (35:29) Rau (Pohl, Gruber); 3:4 (36:48) Kopecky (Fatyka) 5/4; 3:5 (41:37) Janke (A. Janzen, Willaschek); 3:6 (43:30) Thomas (A. Janzen, Saurette); 3:5 (44:26) Verelst (Kreuzer, Gunkel) 4:26.
Strafzeiten: Eispiraten: 10 Minuten – Pinguins: 16 Minuten
Schiedsrichter: Jens Steinecke – Zuschauer: 717
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