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Der Pokalzug ist abgefahren


BREMERHAVEN. Die Qualifikationsrunde für das Top-4-Turnier findet in dieser Saison ohne die Eisbären Bremerhaven statt. Nach der 89:97-Heimniederlage gegen die Baskets Oldenburg können die Eisbären in der Hinrunde nicht mehr den Sprung unter die besten sechs Mannschaften der Basketball-Bundesliga schaffen – der Pokalzug ist damit für sie abgefahren. Von Dietmar Rose


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Unter dem eigenen Korb agierten die Eisbären nicht entschlossen genug. Jermain Raffington (rechts), der in dieser Szene Ronald Burrell nicht stoppen kann, sprach die Mängel in der Verteidigung selbstkritisch an. Foto eer

„Finanziell ist das kein Verlust. Geld kann man mit dem Pokal sowieso nicht verdienen“, nimmt‘s Jan Rathjen leicht. Der Eisbären-Manager erinnert daran, dass die Teilnahme am Top-4-Turnier kein ausdrückliches Saisonziel gewesen ist. Dennoch hätte bei den Eisbären wohl niemand etwas dagegen einzuwenden gehabt, wenn es mit dem Pokalendturnier, das am 24./25. März in Bonn ausgetragen wird, geklappt hätte. Ausrichter Bonn hat seinen Platz sicher, die weiteren drei Teilnehmer werden im Februar von den Teams auf den Rängen eins bis sechs ermittelt. Selbst mit einem Sieg im letzten Hinrundenspiel am Sonntag bei Phönix Hagen können die Eisbären nicht mehr auf Platz sechs klettern.

Auf Augenhöhe mitgehalten

Für Rathjens Geschmack sind die Aussagen von Doug Spradley, der nach der Niederlage gegen Oldenburg die Leistung seiner Schützlinge in der Verteidigung massiv kritisiert hatte, zu negativ ausgefallen. „Das muss man aus der Enttäuschung heraus verstehen, aber ich sehe das anders“, widerspricht Rathjen dem Eisbären-Coach. „Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass man mit so einer Mannschaft wie Oldenburg auf Augenhöhe mithalten kann. Das geht nur über Einsatz, und das hat die Mannschaft beeindruckend gemacht“, ist Rathjen trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

Dass gegen die mit großer individueller Qualität gesegneten Oldenburger ein Erfolg drin gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt – genau das sorgte bei Spradley für Verdruss und ließ die positiven Aspekte dieses packenden Nordderbys aus Sicht des Trainers in den Hintergrund treten. So häuften sich in der Schlussphase im Angriff die schlechten Entscheidungen, in der Verteidigung fehlte die Konzentration. „Wir haben in der Defensive einige Rotationen, die der Coach angesagt hatte, nicht so umgesetzt. Das waren die kleinen Fehler, die uns den Sieg gekostet haben“, nimmt Jermain Raffington die Kritik seines Trainers an.

Ein Spieler nutzte das Nordderby, um auf sich aufmerksam zu machen: Alex Gordon. Der Spielmacher bewarb sich mit sieben erfolgreichen Dreiern um eine Verlängerung seines Probe-Vertrags, der nach dem Spiel in Hagen ausläuft. „Seine Chancen sind durch das Spiel sicher gestiegen, wobei er noch viel, viel mehr kann“, erklärt Rathjen.

Noch in dieser Woche müssen die Eisbären entscheiden, wie es mit Anthony Smith weitergeht. Für eine Ausweitung seines befristeten Vertrages bis ans Saisonende fehlen weiterhin die Mittel, daher soll der Forward, wie zu hören ist, zunächst für weitere vier Wochen gehalten werden. „Mit seiner Leistung hat Anthony bestätigt, dass es Sinn macht, dass er bleibt. Jetzt liegt es an ihm, ob er unser Angebot annimmt“, sagt Rathjen.


Artikel vom 05.01.12 - 12:00 Uhr
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