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Das erste Drittel völlig verschlafen

Landshut. Außer Spesen nichts gewesen: Die Fischtown Pinguins haben das Halbfinale im Eishockey-Pokal bei den Landshut Cannibals verloren. Beim 1:5 (0:3, 1:1, 0:1) verschlief die Mannschaft von Gunnar Leidborg vor allem das erste Drittel.

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Vor dem Tor der Pinguins war viel los. Torhüter Sebastian Staudt war trotz der fünf Gegentore bester Spieler. Hier bereinigt allerdings Andrej Teljukin (rechts) die Situation. Foto Gerleigner

Nach drei Niederlagen in den Punktspielen war das die vierte Pleite der Pinguins gegen die Cannibals in dieser Saison. Bereits am Sonntag kommt es in der Eisarena zum fünften Aufeinandertreffen.

Das Pokalfinale am 6. März bestreiten Landshut und die Bietigheim Steelers, die im zweiten Halbfinale überraschend mit 3:0 bei den Hannover Indians gewannen.

Die Pinguins starteten in Landshut denkbar schlecht ins Spiel. Bereits nach 45 Sekunden stand es 0:1. Bill Trew kam dabei zugute, dass Verteidiger Felix Thomas ausgerutscht war. Auch danach stand zunächst nur Pinguins-Torhüter Sebastian Staudt im Mittelpunkt. Gegen Martin Davidek und Thomas Brandl zeigte er noch gute Paraden, doch bereits in der 12. Minute musste er zum zweiten Mal hinter sich greifen. Stephan Kronthaler war der Torschütze. Steve Hanusch erhöhte in der 19. Minute auf 3:0, und dieses Zwischenergebnis passte durchaus zum ersten Drittel, in dem die Pinguins nur hinterherliefen und kaum eigene Akzente setzten. Ganze fünf Torschüsse standen zu Papier.

„Mit dem frühen Tor hatten die Landshuter genau den Start, den sie wollten. Bei uns löste das ein wenig Panik in der Verteidigung aus. Erst im zweiten und dritten Drittel haben wir richtig mitgespielt“, sagte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.

Gleich nach dem Wechsel konnte sich Staudt, der gestern bester Spieler im Pinguins-Trikot war, noch einmal auszeichnen, als er einen Penalty von Peter Abstreiter parierte. Patrik Hucko hatte sich zuvor den Puck durch die Beine spielen lassen und konnte den Landshuter Stürmer nur noch mit einem Foul stoppen. Danach kamen endlich auch die Pinguins ins Spiel und sie begannen, Torhüter Sebastian Vogl ernsthaft zu prüfen. Chris Stanley, Carsten Gosdeck und Patrik Hucko hatten gute Gelegenheiten. Dann bekam Sergej Stas wegen hohen Stocks eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Mit dem jungen Stürmer fehlte den Pinguins fortan ein weiterer Offensivmann. Zuvor war schon Mark Kosick verletzt rausgegangen.

In der fünfminütigen Unterzahl musste zusätzlich noch Andrei Teljukin auf die Strafbank und diese doppelte Überzahl nutzten die Cannibals zum 4:0 durch Bill Trew (13.). Ärgerlich, dass Schiedsrichter Roland Aumüller kurz zuvor einen hohen Stock gegen Hucko übersehen hatte. Der Pinguins-Verteidiger blutete, sein Gegenspieler kam aber ungeschoren davon.

Immerhin konnte Gosdeck eine Sekunde vor der zweiten Pause noch das 1:4 erzielen, so dass ein Hoffnungsschimmer blieb.

Im letzten Drittel verlief das Spiel ausgeglichen, doch die Pinguins konnten nicht genug Druck aufbauen, um den Sieg der Cannibals noch zu gefährden. Bill Trew sorgte in der 48. Minute mit seinem dritten Treffer für den 5:1-Endstand. „Landshut war klar besser, das muss man zugeben“, sagte Leidborg.

Wie im Vorjahr kam damit für die Pinguins das Pokal-Aus im Halbfinale. Der Wettbewerb hat sich unter dem Strich als Minusgeschäft erwiesen. In allen vier Runden mussten die Bremerhavener auswärts antreten und alles, was sie am Ende ernteten, waren 2000 Euro Prämie für den Halbfinaleinzug. (lb)


DEB-Pokal-Halbfinale

Landshut – Pinguins 5:1

Hann. Indians – Bietigheim 0:3

Finale: 6. März; der Spielort wird beim nächsten Heimspiel eines der beiden Finalteilnehmer ausgelost.

Landshut – Pinguins 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)

Pinguins: Tor: Staudt (Suvelo); Abwehr: Teljukin, Janke – Hucko, Thomas – Fatyka, Willaschek – Petermann; Angriff: Beck, Stanley, Saurette – Gosdeck, Kosick, Stas – Verelst, Gunkel, Kreuzer – S. Janzen, A. Janzen, Litesov.

Tore: 1:0 (0:45) Trew (Welz, Thornton); 2:0 (11:07) Kronthaler (Welz, Trew); 3:0 (18:41) Hanusch (Mrazek, Davidek); 4:0 (32:21) Trew (Smazal) bei 5/3; 4:1 (39:51) Gosdeck (ohne Assist); 5:1 (47:33) Trew (Smazal, Thornton).

Strafzeiten: Cannibals: 4 Minuten – Pinguins: 8 Minuten plus 5+SPD Stas

Schiedsrichter: Roland Aumüller (Planegg) – Zuschauer: 1049

Artikel vom 08.02.12 - 11:00 Uhr
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