
„Ich glaube nicht, dass es bis an die Grenzen gehen wird. Wir sehen das als zusätzliche Trainingseinheit“, sagt Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Schade sei nur, dass seine Mannschaft dafür so weit fahren muss. Wie schon in der ersten Runde bei den Kassel Huskies (5:4) müssen die Pinguins auswärts antreten.
Die Eislöwen, die in der ersten Pokalrunde Dresden mit 4:2 geschlagen haben, haben in der Liga zuletzt viermal verloren. Die Pinguins haben zwar sechsmal in Folge gewonnen – die beiden Duelle gegen Crimmitschau in dieser Spielzeit gingen jedoch an die Sachsen. Ein Testspiel vor der Saison gewannen die Eispiraten mit 6:3, im Liga-Spiel gab es ein 5:2.
Auch wenn der Pokal nicht gerade Begeisterungsstürme auslöst, völlig gleichgültig ist er den Pinguins nicht. „Vorher sieht man es vielleicht locker, aber wenn du erst mal auf dem Eis stehst, willst du auch gewinnen“, meint Leidborg. Er muss heute ohne seinen Kapitän auskommen: Chris Stanley ist angeschlagen und bleibt zu Hause.
Ohnehin sollen Spieler aus dem zweiten Glied wie Sven Schlicht oder Marc Petermann heute mehr Eiszeit bekommen als üblich. „Dafür ist solch ein Spiel eine gute Gelegenheit“, sagt Leidborg.
Die Länderspiel-Pause war für die Pinguins nur zwei Tage lang. Am Sonnabend und Sonntag hatten die Spieler frei, am Montag trainierten sie bereits wieder. Zum einen, um anständig auf das Pokalspiel vorbereitet zu sein, zum anderen, weil am Freitag das Spitzenspiel in der Zweiten Liga ansteht. Dann ist Tabellenführer Landshut zu Gast in der Eisarena. „Ich denke, da geht es uns genau wie Crimmitschau: Das Spiel am Freitag ist uns wichtiger als der Pokal“, sagt Leidborg.
Für das Liga-Spiel gegen Dresden, das eigentlich auf den heutigen Tag verlegt war, wegen des Pokals aber erneut umgelegt werden muss, ist im prall gefüllten Kalender noch kein neuer Termin gefunden. Sollten die Pinguins ausscheiden, ergäbe sich am 17. Januar oder 7. Februar Spielraum. An diesen Tagen sind die nächsten beiden Pokalrunden angesetzt. Doch bei allen Bedenken gegen den Pokal – so weit wollen es die Pinguins dann auch wieder nicht kommen lassen. (lb)
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