
Immerhin präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Gunnar Leidborg in Heilbronn besser als am Freitag, auch wenn das Duell der beiden besten Sturmreihen der Liga klar an die Falken ging. Der Top-Sturm der Pinguins blieb am Wochenende ohne ein einziges Tor. Das gab es in dieser Saison noch nicht.
„Das Tor zum 4:2 war der Genickbruch“, meinte Leidborg. Die Pinguins hatten im Mittelabschnitt durch Ales Kreuzer gerade auf 2:3 verkürzt (38.). Das Tor hätte das Signal zur Wende sein können, doch nur 59 Sekunden nach dem Treffer stellte Chris Billich in Überzahl den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. „Dadurch haben wir unsere Energie verloren“, sagte Leidborg.
Er hatte auf drei feste Sturmreihen umgestellt. Dimitri Litesov fehlte wegen einer Verletzung am Daumen. Alex Janzen spielte im zweiten Sturm, im vierten Angriff wechselten die Außenstürmer. Im Tor spielte Sebastian Staudt.
Zwar gaben die Falken die ersten drei Torschüsse ab, der erste Treffer gelang jedoch den Pinguins. Kevin Saurette wurde bei einem Konter in Unterzahl gefoult. Den fälligen Penalty verwandelte er souverän (4.). Ein Doppelschlag von Chris Capraro brachte die Falken in Führung. Das 1:1 (8.) war ein Überzahl-Treffer, beim 2:1 (10.) standen die Pinguins viel zu offen und fingen sich einen Konter.
Bei zwei dicken Chancen hatte die Bremerhavener noch Hoffnung auf ein Remis zur ersten Pause – doch es blieb beim 1:2. Das 3:1 durch Fabio Carciola (32.) steckten die Pinguins ganz gut weg. Kreuzers Tor zum 2:3 war der Beweis, doch das umgehende 4:2 durch Billich kam die Pinguins teuer zu stehen.
Sie mussten im Schlussdrittel aufmachen und mehr riskieren. Weil sie aber viele Fehler machten, konterten die Falken immer wieder und waren nur durch Fouls zu stoppen. „Wir haben im Schlussdrittel offensiver gespielt, das erhöht die Gefahr, Strafen zu nehmen – genau so ist es gekommen“, sagte Leidborg. In Unterzahl ist eine Aufholjagd schwer möglich, und so kam es, wie es kommen musste: Luigi Calce (50.) erzielte des 5:2, Ex-Pinguin Michail Kozhevnikov im Powerplay das 6:2 (52.)
Die Niederlage für die Pinguins fiel damit zu hoch aus, allerdings mussten sie anerkennen, dass die Scheibe bei den Falken am Sonntagabend – wie schon im ersten Aufeinandertreffen – sehr sauber durch die Reihen lief. „Heilbronn hatte die bessere Scheibenkontrolle“, lobte auch Pinguins-Trainer Leidborg den Gegner. Die Tabellenführung haben sich die Heilbronner damit redlich verdient. (ber/lb)
Heilbronn – Pinguins 6:2 (2:1, 2:1, 2:0)
Pinguins: Tor: Staudt (Suvelo); Abwehr: Fatyka, Teljukin – Hucko, Slaton – Janke, Willaschek; Angriff: Dejdar, Stanley, Kopecky – Kosick, A. Janzen, Saurette – Verelst, Gunkel, Kreuzer – Thomas, S. Janzen.
Tore: 0:1 (3:34) Saurette (Penaltyschuss); 1:1 (7:58) Capraro (A. Carciola, Billich) bei 5/4); 2:1 (9:38) Capraro (A. Carciola, Fendt); 3:1 (31:38) F. Carciola (Lemieux, Marshall); 3:2 (37:39) Kreuzer (Gunkel, Slaton); 4:2 (39:38) Billich (F. Carciola, Kozhevnikov) bei 5/4; 5:2 (49:29) Calce (Marshall, Baum); 6:2 (51:09) Kozhevnikov (F. Carciola, Capraro) bei 5/4
Strafzeiten: Heilbronn: 8 Minuten – Pinguins: 16 Minuten
Schiedsrichter: Ramin Yazdi (Neuss) – Zuschauer: 1532
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