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Bilanz 2009: 20 Verkehrstote


Kreis Cuxhaven. Manchmal überschattet die Wirklichkeit die Stati-stik: Während in Dorum eine 20-jährige Autofahrerin den Zusammenstoß mit einem Zug gestern früh mit viel Glück überlebte, starb am Montag auf der B 73 eine 18-Jährige. Die erste Tote auf den Straßen des Cuxlandes war die traurige Nachricht, die gestern die Vorstellung der Verkehrsstatistik 2009 beherrschte. Von Inga Hansen


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34 Menschen kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben, davon allein 20 im Cuxland. Insgesamt haben sich 5775 Verkehrsunfälle ereignet – 221 mehr als im Vorjahr. 4197 Mal knallte es im Cuxland. Dass die Unfallzahlen geklettert sind, führte Bernd Deutschmann, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Cuxhaven/Wesermarsch, vor allem auf den frühen Wintereinbruch zurück. Im letzten Vierteljahr 2009 habe es auf glatten Straßen viele Blechschäden gegeben.

Bei den Unfällen wurden 1185 Menschen leicht verletzt und 261 schwer. Die Zahl der Schwerverletzten ist damit gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gesunken. Rückläufig ist auch die Zahl der so genannten Baumunfälle: Nur noch 158 Unfälle endeten an einem Baum, ein Viertel weniger als im Vorjahr.

Das Sorgenkind der Polizei bleiben die Verkehrstoten. Mit 34 ist ihre Zahl gleichbleibend hoch, allein auf den Straßen des Cuxlandes kamen 2009 20 Menschen ums Leben. Schwerpunkt war diesmal der Bereich Cuxhaven: Der schwere Unfall am Bahnübergang in Nordholz, bei dem im März ein Ehepaar starb, wie auch das Drama nach einer Party, als drei junge Altenwalder im November in ihrem verunglückten Auto im Straßengraben bei Cuxhaven ertranken, dürften vielen in Erinnerung geblieben sein.

Aber es ist nicht der Tod nach der Disco, der am häufigsten ist. Die Analyse ergebe kein einheitliches Bild, sagt der stellvertretende Polizeichef Holger Kliem. Die meisten tödlichen Unfälle geschehen nicht nachts, sondern tagsüber, es sind genauso viele junge Leute wie Senioren betroffen, auch sechs Fußgänger starben.

Klar ist aber: Schwere Unfälle finden fast immer außerhalb von Städten und Dörfern statt, die häufigste Ursache dafür ist, dass die Fahrer zu schnell unterwegs ist. Ein Viertel der schweren Unfälle sind aufs Rasen zurückzuführen. Unter dem Motto „Runter vom Gas“ will die Polizei in diesem Jahr besonders die Motorradfahrer ins Visier nehmen. 2009 starben im PI-Bereich sechs Biker, 2008 waren es acht. 14 tote Motorradfahrer in nur zwei Jahren, dabei war jeder zweite tödliche Unfall von den Bikern mitverursacht – Anlass für eine Präventionsaktion, die die Polizei plant. Wie sie aussehen soll, das wollte die Verkehrssicherheitsbeauftragte Birte Heimberg noch nicht verraten. Nur so viel: Ein Logo, das hochhackige, rote Lederstiefel zeigt, soll die Biker auf das Thema aufmerksam machen.

Unfallstatistik 2009

Unfälle: 5775 (2008: 5554), davon im Cuxland 4197 (3949)

Todesopfer: 34 (2008: 33), davon im Kreis Cuxhaven 20 (22)

Schwerverletzte: 261 (2008: 293), im Cuxland 185 (191)

Leichtverletzte: 1158 (2008: 1223), im Cuxland 829 (856)



Beifahrerin stirbt in Wrack
Artikel vom 17.03.10 - 15:00 Uhr
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