
Vier Klubs hat Patrick bei seinen „B’s“ ganz sicher nicht miteinbezogen: Bremerhaven, Bonn, Braunschweig und Bayreuth. Auch die beginnen mit einem B, dürften aber bei der Titel-Vergabe keine Rolle spielen. Egal, wichtig ist, dass es endlich wieder losgeht in der Basketball-Bundesliga.
Am Montag steht der erste Spieltag auf dem Programm und die Fans dürfen sich auf die „beste Saison aller Zeiten freuen“, wie es BBL-Geschäftsführer Jan Pommer formuliert. Verantwortlich dafür ist ein Aufsteiger. Noch nie in der Geschichte der BBL hat ein Klub so polarisiert wie in diesem Jahr der FC Bayern München. Es hat noch nie einen Neuling gegeben, der auf Anhieb einen Etat stemmt, wie ihn sonst nur die beiden „Großen“, Bamberg und ALBA Berlin, haben. Es gab noch nie einen Neuling, der einen solch auserwählten Kader auf die Beine gestellt hat und einen so prominenten Trainer wie Dirk Bauermann hatte.
Und natürlich hat es auch noch nie einen Aufsteiger gegeben, der einen Uli Hoeneß, den vielleicht mächtigsten und größten Strategen der Fußball-Bundesliga, als Mentor hatte. Basketball, das ist Hoeneß’ neue Leidenschaft.
Die ganze Liga freut sich auf das neue Zugpferd. „Wir werden nicht zufällig unser Spiel in Bremen gegen den FC Bayern bestreiten“, sagt Jan Rathjen, der Manager der Eisbären. Denn die Bayern garantieren allen anderen Bundesligisten volle Hallen. „Mit dem FC Bayern haben wir eine neue Attraktion in der Liga“, weiß der Chef-Verantwortliche bei den Eisbären, der am 11. Dezember in der Bremen-Arena mit einer ausverkauften Hütte (10 120 Zuschauer) rechnet.
Das Ensemble von Bauermann wird von vielen BBL-Verantwortlichen zwar als Mitfavorit genannt, die meisten Stimmen vereinigt aber Meister und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg auf sich. Während Rathjen sich nicht so recht festlegen will („Bamberg, Berlin, Bayern, Oldenburg“), zögert Eisbären-Trainer Doug Spradley keine Sekunde. „Bamberg, ganz klar“, lautet seine Ansage. Mit Hines und Terry hat der Euroleague-Vertreter zwei Top-Spieler verloren, mit P.J. Tucker, Ex-Eisbär Marcus Slaughter und Ex-Albatross Julius Jenkins aber drei Top-Leute hinzugeholt. „Ich glaube, sie haben noch mehr Qualität als in der vergangenen Saison“, sagt Spradley. Nur wenn sich Aufbauspieler Brian Roberts ernster verletzen sollte, so meint der Ober-Eisbär, könnte es eng werden, weil der etatmäßige Spielmacher John Goldsberry noch länger verletzt fehlen wird.
Die Gegner dürfen schon am Montag ran, die Eisbären müssen sich noch gedulden. Da ALBA um die Qualifikation für die Euroleague kämpft, ist diese Partie auf den 9. Oktober verlegt worden. Somit starten die Eisbären am kommenden Freitag in Trier.
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