
Zu viele Autofahrer verbringen zu viel Zeit vor roten Ampeln, und dabei werden zu viele Schadstoffe in die Luft gepustet, kritisiert der Automobil-Club. „Jede Bemühung, den Verkehr flüssiger zu machen, würde sich also enorm lohnen“, schreibt Nils Linge vom ADAC dem grünen Verkehrssenator ins Stammbuch.
Der ADAC Weser-Ems hat bereits im Frühjahr 2007 den ersten Grüne-Welle-Test in Bremen durchgeführt. Beim aktuellen Test wurden vornehmlich Strecken ausgewählt, die auch schon vor drei Jahren im Blickpunkt standen. Zusätzlich wurde die Vahrer Straße untersucht. Der Test beweist: Es hat sich nichts geändert.
Ebenfalls im „grünen Bereich“ liegt nach Einschätzung des ADAC die Ludwig-Roselius-Allee. Im Mittelfeld befinden sich die Strecken Osterdeich, Bismarckstraße, Osterholzer Heerstraße und die neu getestete Vahrer Straße. Der Osterdeich und die Bismarckstraße liegen hier im unteren akzeptablen Bereich. Dem Testergebnis nach konnte sich die Kattenturmer Heerstraße zwar leicht verbessern, jedoch ist der Anteil der Rotphasen nach wie vor zu hoch.
Der ADAC bewertet seinen Grüne-Welle-Test auch vor dem Hintergrund umweltpolitischer Diskussionen und dem Ruf nach sauberem und leisem Verkehr. „Wir fordern ein zukunftsweisendes verkehrspolitisches Leitbild, in dem alle Verkehrsmittel gleichberechtigt sind“, sagt Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim ADAC.
Verkehrslenkende Maßnahmen würden zur Verringerung von Emissionen beitragen. „Durch eine gute Ampelschaltung kann der Verkehrsfluss harmonisiert werden, wodurch sich eine deutliche Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und damit eine Verringerung des Schadstoffausstoßes ergibt“, sagt Burkhardt.
Der Verkehrssenator weist hingegen die Kritik des ADAC zurück. Der schaut nicht nur auf die Autofahrer, sondern auch auf die Busse. „Wir haben ein am Öffentlichen Personen-Nahverkehr und am Individualverkehr ausgerichtetes Grüne-Welle-System, das gut funktioniert“, sagt Ressortsprecher Michael Ortmanns. „Für uns ist der Befund des ADAC absolut unverständlich.“
