Dietrich Rickens, Vorstandssprecher der Deutschen Stiftung Sail Training (DSST), freut sich über das große Interesse an der „Alex“. Die DSST ist Eigentümerin und braucht den Verkaufserlös, um die neue „Alex II“ zu finanzieren.
Dennoch: „Von den Emotionen her gehört das Schiff nach Bremerhaven“, sagt Rickens. Das gilt auch für ihn persönlich: „Es würde meinen Vorstellungen sehr entgegenkommen, wenn die ,Alex‘ in Bremerhaven bleibt,“ so der DSST-Vorstandssprecher.
Bremen ist gut, Bremerhaven ist besser, könnte also die Devise lauten. Aber da reden noch andere ein Wörtchen mit.
Ein gutes Dutzend Interessenten gibt es inzwischen, drei gelten als sehr ernsthaft. Demnach könnte die „Alex“ als Blickfang einer Marina bei Eckernförde dienen oder als Forschungsschiff einer süddeutschen Forschungsgemeinschaft. Auch Interessenten aus England haben inzwischen angefragt.
Möglicherweise könnte es Entgegenkommen geben, wenn die „Alexander von Humboldt“ im Heimathafen bleibt. Dass sie dann nach den Vorstellungen von Tourismusförderer Kölling auf dem Trockenen sitzt, stört Rickens nicht.
„Es wäre schön, sie hier zu behalten“, sagt CDU-Fraktionschef Paul Bödeker. Aber die Stadt habe kein Geld. Das betont auch FDP-Fraktionschef Mark Ella. Einen Liegeplatz an Land kann er sich auch vorstellen. „Es ist halt günstiger.“
Die „Alex“ als Spielgerät am Neuen Hafen? Ulf Eversberg (Grüne) hat da seine Probleme. Es sei aber alles eine Frage des Geldes. „Ich hätte sie gern in Bremerhaven. Sie passt hier besser hin als nach Bremen“, sagt Eversberg.
Hafensenator Martin Günthner (SPD) will sich in den Streit nicht einmischen: „Ich habe null Interesse an Phantomdiskussionen“, sagt er. (mue)
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