
Dort müssen sie heute Abend (19.30 Uhr) in der Oberfrankenhalle antreten. Spradley sieht seine Truppe vor dem Duell beim Tabellen-11. gut vorbereitet. „Am 23. haben wir voll trainiert, Heiligabend war frei. Und trotzdem waren die Jungs in der Halle und haben Wurftraining gemacht“, freut sich der Trainer über den Einsatz seiner Akteure. Am ersten Feiertag war abends ganz normal Training, am Montag morgens, dann ging es auf die achtstündige Bus-Tour nach Oberfranken.
Die Partie ist der Auftakt für eine Serie von drei Spielen innerhalb von sechs Tagen. Kleiner Vorteil für die Eisbären: Die beiden nächsten Begegnungen am Freitag gegen Würzburg (19.30 Uhr) und am Montag gegen Oldenburg (19.30 Uhr) finden in der heimischen Stadthalle statt.
Auch ohne den verletzten Kapitän Torrell Martin wollen die Eisbären heute siegen. Zwei Punkte trennen beide Teams, bei einer Niederlage wären die Bremerhavener zunächst einmal raus raus aus den Playoff-Rängen. Dazu soll es nicht kommen, „auch wenn Bayreuth nach dem Trainierwechsel von Andreas Wagner zum Holländer Marc van den Berg viel besser spielt“, wie es Spradley formuliert. Die letzten vier Heimspiele haben die Franken gewonnen.
Spradley hat den Gegner per Videoanalyse genau studiert. „Sie spielen sehr aggressiv, pressen über das ganze Feld und sind eine spielstarke Mannschaft“, hat er ausgemacht. Top-Werfer sind die beiden Guards Danny Gibson (13,2 Punkte pro Spiel) und Osvaldo Jeanty (11,8 PpS) sowie der nigerianische „Flummi“ Ekenechukwu Ibekwe (12,4 PpS). Der Power Forward mit den Sprungfedern unter den Füßen ist der beste Schuss-Blocker der BBL.
Mit Maksym Shtein sehen die Eisbären auch einen alten Bekannten wieder. „Max“ musste zuletzt wegen einer Verletzung passen, heute steht noch ein Fragezeichen hinter seinem Einsatz. Doch auch ohne ihn haben die Bayreuther eine gute Truppe beisammen.
Beide Mannschaften kassierten in ihren letzten Spielen deftige Klatschen. Die Eisbären verloren mit 58:90 in Bamberg, Bayreuth erwischte es in Berlin (53:92) noch etwas schlimmer. „Aber das ist Geschichte, das zählt nicht mehr“, sagt Spradley.
In Bamberg trumpfte einer seiner Akteure auf, dessen Leistungskurve zuletzt klar nach oben zeigte: Mike Smith. Der 24-jährige Amerikaner war mit 19 Punkten bester Eisbären-Werfer. Für seinen Trainer ist das kein Zufall: „Mike hat etwas mehr Zeit gebraucht, um sich vom College-Basketball auf die Bundesliga umzustellen, sagt der Coach, der an den Fähigkeiten des Flügelspielers aber nie gezweifelt hat. „Wir wussten, was er drauf hat. Er muss diese Leistung jetzt nur konservieren und dazu braucht er Spielminuten“, sagt Spradley.
In Bayreuth wird er davon ausreichend bekommen, denn da wird Mike Smith erneut in der Startformation stehen. (rie)
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