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Am Mittwoch kracht es


Bremerhaven. Im deutschen Eishockey grummelt es gewaltig, und am Mittwoch könnte sich das Gewitter entladen. Dann fällt die Entscheidung über einen neuen Kooperationsvertrag zwischen der Top-Liga DEL auf der einen Seite und dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) sowie den Zweitligisten auf der anderen Seite. Scheitern die Gespräche endgültig, wird es krachen. Von Lars Brockbalz


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Die Spieler der Fischtown Pinguins sind schon wieder heiß: Seit Eis in der neuen Arena bereitet ist, treffen sich diejenigen, die wie Sam Verelst (vorn) schon in Bremerhaven sind, täglich zum Eishockeyspielen. Dabei gibt es noch einige Fragezeichen, wie die neue Saison laufen wird. Die Zweitliga-Clubs ringen mit der DEL weiter um einen neuen Kooperationsvertrag. Foto ls

Mögliche Folgen: Ein Testspiel-Verbot zwischen DEL-Clubs und Zweitligisten, eine Nationalmannschaft ohne DEL-Spieler und ein Zweitligaverein, der zum deutschen Meister erklärt wird.

Knackpunkt ist die Auf- und Abstiegsregelung. Die ist für die Zweitligisten unabdingbar, um einen sportlichen Anreiz für ihre Liga zu haben.

Bisher lautete die Regelung, dass ein Zweitligist aufsteigen kann, solange die DEL noch keine 16 Mannschaften hat und bestimmte wirtschaftliche Bedingungen erfüllt sind. Auf diese Weise wurden zum Beispiel die Kassel Huskies 2008 und der EHC München 2010 zu DEL-Clubs.

Die DEL-Clubs wollen sich nun jedoch lieber ganz abschotten, um wirtschaftliche Sicherheit zu haben. Auf der Suche nach einem Kompromiss gab es in den vergangenen Monaten viele Vorschläge, viel bedrucktes Papier und viele böse Worte. Der letzte Kompromissvorschlag der DEL lautete, zur Saison 2013/14 eine Relegation einzuführen. Da soll dann der letzte der DEL gegen den Zweitliga-Meister antreten. Für die Zweitligisten ist das nicht akzeptabel, wie sie in einer Presseerklärung mitteilten. „Wir können doch nicht drei Jahre um die goldene Ananas spielen. Wie sollen wir das denn den Jans vermitteln?“, sagt Pinguins-Teammanager Alfred Prey.

Der Kompromissvorschlag der Zweitligisten: Relegation gerne – aber schon zur neuen Saison. Stimmen die DEL-Clubs diesem Vorschlag am Mittwoch zu, ist die Kuh vom Eis. Wenn nicht, ist das deutsche Eishockey gespalten.

Der DEB könnte dann Testspiele zwischen DEL-Clubs und Zweitligisten verbieten, den Zweitliga-Meister zum deutschen Champion ernennen und keine Schiedsrichter mehr für die DEL zur Verfügung stellen. Im Gegenzug könnte die DEL ihre Spieler nicht mehr für die Nationalmannschaft abstellen. „Dieses Szenario kann keiner wollen, das wäre extrem schädlich für das deutsche Eishockey. Am Mittwoch muss etwas passieren“, sagt Prey. Sollte der Vermittlungsversuch scheitern, hätte das auch Folgen für den swb-Cup. Die Pinguins haben zwei DEL-Clubs zu ihrem Saison-Vorbereitungsturnier eingeladen. Gegen die dürften sie dann nicht spielen. Prey müsste kurzfristig Ersatz suchen.

Sollte es am Mittwoch zum von den Zweitligisten gewünschten Kompromiss kommen, müsste der Spielplan noch geändert werde, um ihn der DEL anzugleichen. Dann würde es einige Dienstag-Spieltage mehr geben. Auf eine Änderung müssen sich die Eishockey-Fans auf jeden Fall einstellen: Die Zweitligisten haben die Pre-Playoffs wieder abgeschafft, und zwar schon zur kommenden Spielzeit. Die acht bestplatzierten Spielen Playoffs, die fünf anderen Clubs spielen in einer einfachen Runde einen Absteiger aus.

Dauerkarten-Verkauf beginnt heute

Die Fischtown Pinguins starten heute den Dauerkarten-Verkauf für die neue Saison. Die Pinguins-Geschäftsstelle in der Eisarena ist von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Fast täglich verlosen die Pinguins unter allen Dauerkarten-Käufern einen Preis. Wer heute zuschlägt, kann zum Beispiel ein Original-Spielertrikot mit dem eigenen Namen gewinnen, morgen ist ein Abendessen für drei Personen mit Trainer Gunnar Leidborg in der Verlosung.

Artikel vom 19.07.11 - 12:00 Uhr
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