X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Airbus-Chef trotzt der Krise

Finkenwerder. Die Feier fiel trotz der Bedeutung dezent aus: Erstmals wurde am Freitag eine A380 an eine europäische Airline ausgeliefert – noch dazu an Air France, und das in Hamburg. Grund genug für Airbus-Chef Thomas Enders, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Sein Credo: Airbus wird ohne große Schrammen aus der Krise kommen, allerdings ist im Jahre 2010 mit einer weiteren Senkung der Produktionsrate zu rechnen. Von Wolfgang Stephan

bild vergrößern
Airbus-Chef Thomas Enders ließ es sich gestern nicht nehmen, selbst Fahrwerk und Flügel beim Außencheck zu kontrollieren, bevor der A380 an die französische Airline als erster europäischer abgeliefert wurde. Foto AFP

Ein gut gelaunter Thomas Enders präsentierte seine Botschaft: „Wir haben 3400 Flieger im Auftragsbestand, was in Zeiten einer Krise nicht schlecht ist.“ Bis Jahresende sollen 483 Flieger ausgeliefert werden, was dem Vorjahres-Rekord entspräche. Vom Vorzeige-Flieger A380 stehen derzeit zwölf Exemplare in Finkenwerder, die demnächst ausgeliefert werden.

Das allerdings ist nur die eine Seite der Medaille. Enders verhehlt nicht, dass es in der Produktion immer noch nicht rund laufe. Schlimm war die Zeit, als Monat für Monat der A380-Erstflug verschoben werden musste. „Durch die A380-Krise wurde deutlich, dass wesentliche Aufgaben im Konzern nicht gemacht waren“, sagte Enders. Aber: „Wenn wir als Folge das Sparprogramm Power8 nicht aufgelegt hätten, stünden wir jetzt wesentlich schlechter da.“

Das Problem dieser Tage: Weltweit fliegen die Airlines in die Verlustzone. Für dieses Jahr rechnet der internationale Verband der Luftfahrtindustrie IATA mit einem Minus in Höhe von elf Milliarden Dollar. „Die wichtigste Aufgabe unserer Verkäufer ist derzeit, dafür zu sorgen, dass die Kunden ihre Bestellungen nicht zurückziehen“, sagt Enders. Mit späteren Auslieferungsterminen oder Finanzierungshilfen wie Bürgschaften versucht Airbus zu helfen.

Was das für die Airbus-Produktion bedeute, sei noch offen. Die monatliche Fertigstellung der kleineren Maschinen wurde bereits von 36 auf 34 zurückgefahren. „Im kommenden Jahr werden wir die Produktion eher weiter nach unten als nach oben anpassen“, sagt Enders. Außerdem könnte die Belegschaft durch die verschiedensten Arbeitszeitmechanismen derlei Schwankungen gut abfedern.

Ganz wichtig für die Zukunft des Unternehmens sei die Entscheidung über den Militärtransporter A400M, dessen Erstflug Enders noch vor Weihnachten erwartet. Die Produktion des Militärfliegers hat Auswirkungen auf das Werk Stade, 200 Arbeitsplätze sind davon direkt betroffen.

Artikel vom 31.10.09 - 13:38 Uhr
| drucken | versenden


Anzeige

Traueranzeigen

Bad Bederkesa entdecken

Tauchen Sie ein in die neue Panorama-Erlebniswelt.

www.badbederkesa-entdecken.de

Babyseite

In unserer neuen Babyseite finden Sie die Neugeborenen aus Stadt und Land.

zur Babyseite
Anzeige

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement
Anzeige

Folgen Sie uns



Folgen Sie uns bei facebook


Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

RSS - Bekommen Sie neue Topstorys direkt in den Browser oder den Feedreader geliefert.

Neue Kommentare

  1. Energiewende verfehlt ihr Ziel
    08.02. | 1 Kommentar
  2. Freie Fahrt für dicke Pötte
    08.02. | 8 Kommentare
  3. Schlepper schieben Eisdienst
    08.02. | 2 Kommentare
  4. Ein Paar privat und auf dem Parkett
    07.02. | 1 Kommentar
  5. Lösungsmittel in Leher Boden
    07.02. | 1 Kommentar
nordholzdorumlangenbad bederkesaschiffdorfbremerhavenloxstedthagenbeverstedt

Lottozahlen

Veranstaltungen

NZ-Card

Exklusiv für Abonnenten gibt es die NZ-Card. Erfahren Sie hier mehr über die attraktiven Angebote.

zur NZ-Card

Leser werben Leser


Werben Sie einen neuen Abonnenten und Sie bekommen eine attraktive Prämie.

zum Prämienshop

Leserbriefe


Sie wollen einen Leserbrief an die Zeitungsredaktion senden? Das Kontaktformular finden Sie hier.
Anzeige

Kinoprogramm

Nordsee-Zeitung Radio

Börseninformationen

Meldungen

Politik und Welt

Griechische Regierung bringt hartes Sparpaket auf den Weg Athen (dpa) - Die Griechen müssen sich auf weitere harte Einschnitte einstellen: Eingefrorene Gehälter, niedrigere Mindestlöhne, höhere Gesundheitskosten und weniger Staatsdiener. Bis zum kommenden Sonntag soll in Athen das neue Sparpaket endgültig verabschiedet sein. Am Abend traf sich der parteilose Ministerpräsident Lucas Papademos mit den Spitzen der drei Regierungsparteien, um deren Unterstützung für den harten Sparkurs zu gewinnen. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Bayern und Gladbach im DFB-Pokal weiter
USA wollen politische Lösung in Syrien
Gladbach im Halbfinale des DFB-Pokals
Das französische AKW Fessenheim

Wirtschaft

Frankreich braucht «Stromhilfe» aus Deutschland Berlin/Paris (dpa) - Trotz Atomausstiegs und Eiseskälte - Deutschland hat derzeit genug Strom, um Frankreich vor einem Energie-Engpass zu bewahren. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Aufseher schicken alle Airbus A380 zum Flügel-Check
Opel-Chef: Keine Entscheidung zu Werksschließung
BayernLB klagt auf Schadenersatz in Millionenhöhe
Vorbei

Sport

Englands Nationaltrainer Capello zurückgetreten London (dpa) - Vier Monate vor der Fußball-Europameisterschaft steht die englische Nationalmannschaft ohne Trainer da. Wie der englische Verband FA bestätigte, legte Fabio Capello seinen Posten als Coach der «Three Lions» nieder. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Bayern findet zu alter Stärke: 2:0 in Stuttgart
Gladbacher schmeißen Hertha aus dem Pokal
Hoffenheimer Pokal-K.o. gegen Fürth
Galaxien-Kannibalismus

Wissenschaft

Galaxien-Kannibalismus: Zwerg verschlingt Zwerg London/Heidelberg (dpa) - Astronomen haben erstmals eine Zwerggalaxie erspäht, die eine andere Zwerggalaxie verschlingt. Die Beobachtung vervollständigt das Bild der Galaxienentwicklung im Kosmos, wie das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg in einer Mitteilung betonte. weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Gletscher schmelzen weniger stark als vermutet
Forscher erreichen Antarktis-See unter ewigem Eis
See-Elefanten müssen wegen Erwärmung tiefer tauchen
Martin Scorsese

Boulevard

Scorsese glaubt an die Zukunft des Kinos Hamburg (dpa) - Der amerikanische Starregisseur Martin Scorsese (69) glaubt an die Zukunft des Kinos. «Das alte Kino des Zelluloids verschwindet, das bewegte Bild verändert sich grundlegend durch neue Techniken», sagte der Oscar-Preisträger («The Departed: Unter Feinden») der Wochenzeitung «Die Zeit». weiter

Weitere Artikel aus dem Ressort
Meryl Streep: Filme werden für Männer gemacht
Klaus Lemke will bei der Berlinale blank ziehen
Hamburger Jackpot-Gewinner melden sich