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Ärger um den späten Penalty

Villingen-Schwenningen. Weil Ex-Pinguin Matthias Forster fünf Minuten vor Schluss bei seinem Penalty die Nerven behielt, besiegten die Schwenninger Wild Wings am Sonntag die Fischtown Pinguins mit 4:3 (2:2, 1:1, 1:0). Es war die dritte Niederlage in Folge für die Pinguins, die dadurch auf Tabellenplatz sieben in der Zweiten Eishockey-Bundesliga abrutschen.

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Matthias Forster verwandelte kurz vor Schluss einen Penalty zum 4:3 für Schwenningen . Marko Suvelo hatte das Nachsehen. Foto direvi

Der späte Siegtreffer für die Gastgeber war extrem ärgerlich: Die Pinguins waren selbst in Überzahl und hatten damit eine gute Gelegenheit zum Siegtreffer, als der Puck im Aufbau verloren ging und Forster auf Torhüter Marko Suvelo zufuhr. Steve Slaton stoppte ihn, und Schiedsrichter Daniel Wirth entschied sehr zum Ärger der Pinguins auf Penalty. „Slaton war nicht letzter Mann, und außerdem hat der Schiedsrichter in einer ähnlichen Situation von Alexander Janzen für uns keinen Penalty gegeben“, schimpfte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Forster war’s egal, er ließ Suvelo aussteigen und schob zum 4:3 ein. Nicht nur wegen dieser Szene konnte Leidborg der Leistung des Schweizer Gastschiedsrichters Wirth nichts Positives abgewinnen. „Wir sollten mit diesem Schüler-Austausch aufhören. Das bringt nichts“, meinte er.

Ärgerlich war die Niederlage auch in anderer Hinsicht: Nach einem katastrophalen Start hatten sich die Pinguins ins Spiel zurückgekämpft, sich aber nicht dafür belohnt. Ein dicker Patzer von Marko Suvelo, der schon nach 28 Sekunden einen Schuss von Jason Pinizzotto durch die Beine bekam, war der denkbar ungünstigste Auftakt. Als dann Chris Schmidt nach fünf Minuten in Überzahl für das 2:0 sorgte, sah es ganz übel für die Pinguins aus. Doch mit Hilfe von zwei Überzahl-Toren kamen sie zurück in diese Partie. Bei doppelter Überzahl erzielte Patrik Hucko das 1:2 (15.), dem Philipp Gunkel vier Minuten später – ebenfalls in Überzahl – mit einem Kraftakt den Ausgleich folgen ließ. Er zwang den Puck am kurzen Pfosten geradezu mit Gewalt ins Schwenninger Tor.

Stanley gleicht aus

Ein Abstauber von Radek Krestan brachte den miserabel in die Saison gestarteten Titelfavoriten erneut in Führung, doch die Pinguins glichen mit ihrem dritten Überzahl-Tor erneut aus. Chris Stanley fälschte einen „Hammer“ von Marian Dejdar ins Tor ab (37.). „Für eine Auswärtsmannschaft haben wir das Spiel danach gut kontrolliert“, meinte Leidborg. Fast wäre seine Taktik aufgegangen. Denn die Pinguins bekamen im Schlussdrittel zwei Überzahl-Situationen in kurzer Folge. Doch statt die große Chance zum 4:3 zu nutzen, liefen sie in den Konter, der den Penalty und die Niederlage zur Folge hatte.

Eine weitere Wende gab es in diesem Spiel nicht, auch nicht in der Schlussminute mit dem sechsten Feldspieler.

Die Wild Wings haben durch den Sieg Selbstvertrauen getankt und hatten gleich noch eine weitere gute Nachricht parat: Ex-Nationalspieler Jürgen Rumrich wird neuer Trainer, nachdem Axel Kammerer vergangene Woche wegen Erfolglosigkeit gehen musste.

Bei den Pinguins ging der Trend nach der Pleite gegen Heilbronn etwas bergauf, auch wenn die Defensivarbeit immer noch nicht wirklich gut war und die zweifellos vorhandene Offensivkraft nicht in genügend Tore umgesetzt wurde. (lb/ber)

Schwenningen – Fischtown Pinguins 4:3 (2:2, 1:1, 1:1)

Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Willaschek, Fatyka – Hucko, Slaton – Teljukin, Janke; Angriff: Dejdar, Stanley, Kopecky – Kreuzer, Gunkel, Saurette – S. Janzen, A. Janzen, Litesov – Gosdeck, Thomas, Verelst.

Tore: 1:0 (0:28) Pinizzotto (Forster); 2:0 (4:16) Schmidt (Hooton, Mapletoft) bei 5/4; 2:1 (14:25) Hucko (Teljukin, Kopecky) bei 5/3; 2:2 (18:33) Gunkel (Kreuzer, Slaton) bei 5/4; 3:2 (30:36) Krestan (Hooton); 3:3 (36:51) Stanley (Dejdar, Fatyka) bei 5/4; 4:3 (55:48) Forster (Penaltyschuss) bei 4/5.

Strafzeiten: Schwenningen: 16 Minuten – Pinguins: 14 Minuten

Schiedsrichter: Daniel Wirth (Schweiz) – Zuschauer: 2050

Artikel vom 17.10.11 - 07:00 Uhr
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