
Der späte Siegtreffer für die Gastgeber war extrem ärgerlich: Die Pinguins waren selbst in Überzahl und hatten damit eine gute Gelegenheit zum Siegtreffer, als der Puck im Aufbau verloren ging und Forster auf Torhüter Marko Suvelo zufuhr. Steve Slaton stoppte ihn, und Schiedsrichter Daniel Wirth entschied sehr zum Ärger der Pinguins auf Penalty. „Slaton war nicht letzter Mann, und außerdem hat der Schiedsrichter in einer ähnlichen Situation von Alexander Janzen für uns keinen Penalty gegeben“, schimpfte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. Forster war’s egal, er ließ Suvelo aussteigen und schob zum 4:3 ein. Nicht nur wegen dieser Szene konnte Leidborg der Leistung des Schweizer Gastschiedsrichters Wirth nichts Positives abgewinnen. „Wir sollten mit diesem Schüler-Austausch aufhören. Das bringt nichts“, meinte er.
Ärgerlich war die Niederlage auch in anderer Hinsicht: Nach einem katastrophalen Start hatten sich die Pinguins ins Spiel zurückgekämpft, sich aber nicht dafür belohnt. Ein dicker Patzer von Marko Suvelo, der schon nach 28 Sekunden einen Schuss von Jason Pinizzotto durch die Beine bekam, war der denkbar ungünstigste Auftakt. Als dann Chris Schmidt nach fünf Minuten in Überzahl für das 2:0 sorgte, sah es ganz übel für die Pinguins aus. Doch mit Hilfe von zwei Überzahl-Toren kamen sie zurück in diese Partie. Bei doppelter Überzahl erzielte Patrik Hucko das 1:2 (15.), dem Philipp Gunkel vier Minuten später – ebenfalls in Überzahl – mit einem Kraftakt den Ausgleich folgen ließ. Er zwang den Puck am kurzen Pfosten geradezu mit Gewalt ins Schwenninger Tor.
Eine weitere Wende gab es in diesem Spiel nicht, auch nicht in der Schlussminute mit dem sechsten Feldspieler.
Die Wild Wings haben durch den Sieg Selbstvertrauen getankt und hatten gleich noch eine weitere gute Nachricht parat: Ex-Nationalspieler Jürgen Rumrich wird neuer Trainer, nachdem Axel Kammerer vergangene Woche wegen Erfolglosigkeit gehen musste.
Bei den Pinguins ging der Trend nach der Pleite gegen Heilbronn etwas bergauf, auch wenn die Defensivarbeit immer noch nicht wirklich gut war und die zweifellos vorhandene Offensivkraft nicht in genügend Tore umgesetzt wurde. (lb/ber)
Schwenningen – Fischtown Pinguins 4:3 (2:2, 1:1, 1:1)
Pinguins: Tor: Suvelo (Staudt); Abwehr: Willaschek, Fatyka – Hucko, Slaton – Teljukin, Janke; Angriff: Dejdar, Stanley, Kopecky – Kreuzer, Gunkel, Saurette – S. Janzen, A. Janzen, Litesov – Gosdeck, Thomas, Verelst.
Tore: 1:0 (0:28) Pinizzotto (Forster); 2:0 (4:16) Schmidt (Hooton, Mapletoft) bei 5/4; 2:1 (14:25) Hucko (Teljukin, Kopecky) bei 5/3; 2:2 (18:33) Gunkel (Kreuzer, Slaton) bei 5/4; 3:2 (30:36) Krestan (Hooton); 3:3 (36:51) Stanley (Dejdar, Fatyka) bei 5/4; 4:3 (55:48) Forster (Penaltyschuss) bei 4/5.
Strafzeiten: Schwenningen: 16 Minuten – Pinguins: 14 Minuten
Schiedsrichter: Daniel Wirth (Schweiz) – Zuschauer: 2050
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